Spenden statt Geschenke

Minos Sicherheitstechnik GmbH unterstützt vier karitative Einrichtungen mit 5 000 Euro

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Spendengespräch zum besseren Kennenlernen. Von li.: Barbara Rosengarten (Hospiz), Gudrun Huber (Marienkäfer e. V.), Jost Herrmann (Asyl Oberland), Bernhard Ditsch, Josef Olbrich (Minos), Helmut Guggenmos (Lebenshilfe) und Helmut Fischer (Asyl Oberland/UK Weilheim).

Polling – Die Firma Minos Sicherheitstechnik hatte im vergangenen Jahr zu Weihnachten auf Kundengeschenke verzichtet, die eingesparte Summe auf 5 000 Euro aufgerundet und an vier karitativ tätige Einrichtungen in der Nachbarschaft gespendet.

Darüber geredet und gedankt wurde vor Kurzem in einer Gesprächsrunde in den Firmenräumen. „Wir sind Teil der Gesellschaft und verfahren schon länger nach dem Grundsatz ‚Tue Gutes‘, aber diesmal wollten wir nicht nur ein Pressefoto, sondern uns gegenseitig vorstellen. Es ist uns ein Anliegen, immer dort etwas zu tun, wo wir wissen, wie das Geld verwendet wird“, sagte Geschäftsführer Bernhard Ditsch zu Beginn des Treffens.

Pflegedienstleiterin Barbara Rosengarten dankte im Namen des Hospiz-Vereins als erste für die Spende. „Wir begleiten Sterbende bis zuletzt, erhalten ihre Würde und kümmern uns auch um die Angehörigen. Unsere aktuell zehn-Betten-Station wurde gegründet, da wir zur Einsicht kamen, dass die Palliativversorgung zu Hause oft nicht ausreicht. Wir sind aus Bedarfsgründen dabei, weitere leer stehende Räumlichkeiten anzumieten. Die Minos-Spende fließt in den auch durch Spenden finanzierten Haushalt ein“, so Rosengarten.

Für den Verein Marienkäfer e. V. Aidenried/Pähl sprach Gründerin Gudrun Huber. Auch dieser Verein arbeitet ehrenamtlich und finanziert sich aus Spenden. „Wir sind kein Kinderhospiz. Es gibt uns seit 2012 und wir leisten Trauerbetreuung. Wenn beispielsweise Todesfälle in der Familie (Mutter, Vater, im Geschwisterkreis) vorkommen, ist das für Kinder stets eine tiefe Krise. Hier kommt unser Team ins Spiel. Die Hilfe wird aber stets erst hinterfragt. Kontakte zu den Betroffenen entstehen über Pallia-Home.“

Auch die Lebenshilfe Weilheim-Schongau hat ihren Sitz in Polling. Sie unterhält und betreibt in der Gemeinde drei Wohnheime für Menschen mit Behinderung. „Wir sehen unsere Aufgabe darin, diese zu betreuen, ihnen nach ihrer Arbeit ein Heim, Halt zu geben. Derzeit betreuen wir 45 Menschen mit circa 30 Mitarbeitern. Weitere drei Häuser in Polling werden gebaut“, teilte Sprecher Helmut Guggenmos mit.

Pfarrer Jost Herrmann ist Vorsitzender des Fördervereins Asyl Oberland und Koordinator der bayerischen Asylgipfel. Er dankte den Spendern im Namen der Einrichtung wie auch dem der 28 Unterstützerkreise im Landkreis Weilheim-Schongau mit rund 600 ehrenamtlichen Helfern. „Die Spende wird verwendet für die Arbeit der vielen Helferteams, die beispielsweise beim Wohnungsbezug oder Umzug Hilfe leisten. Sie brauchen Werkzeuge, Fahrtkosten entstehen. Da kommt einiges zusammen. Wir haben in den letzten eineinhalb Jahren 50 Mal geholfen“, berichtete er. Am Ende der Vorstellung dankten Minos-Geschäftsführer Bernhard Ditsch und Josef Olbrich. „Wir haben viel voneinander erfahren. Es hat sich rentiert. Für uns war es ein Ansporn zu weiterer Hilfe, solange es uns gut geht“, erklärten beide.

Von Georg Müller 

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