Weilheimer Delegation überreicht Spende in Höhe von 2 000 Euro an das Adaklu Kpetsu School Project in Ghana

Mission erfolgreich abgeschlossen

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Dank der Künstler, die ohne Gage bei „Mission possible“ auftraten, konnte eine Spende in Höhe von 2 000 Euro übergeben werden.

Ghana/Weilheim – Eine Reise, die zehn Weilheimer so schnell nicht wieder vergessen werden, ist zu Ende gegangen.

Der gebürtige Ghanae Michael Akpaglo, der seit acht Jahren in Weilheim lebt, hatte einige seiner Freunde eingeladen, mit ihm gemeinsam sein Heimatland zu besuchen. Um jedoch nicht mit leeren Händen zu kommen, war im vergangenen Frühjahr in der Reisegruppe die Idee entstanden, in Weilheim unter dem Titel „Mission possible“ ein Benefiz-Open-Air mit Weilheimer Künstlern und Musikern zu veranstalten und die Einnahmen persönlich an die Hilfsorganisation Adaklu Kpetsu School Project zu überreichen. Im August wurde das Vorhaben Wirklichkeit.

Als die Bayern das kleine Dorf in der Voltaregion erreichten, staunten sie nicht schlecht, als sie von der kompletten Dorfbevölkerung in der zentralen Säulenhalle singend und tanzend empfangen wurden. „Man konnte das Trommeln und den Gesang hören, lange bevor wir die Halle sehen konnten. Das war ein eindrucksvoller Moment“, so Mitorganisatorin Heidi Kluthe. Die Lehrer hatten mit den Kindern aller Altersstufen Tänze und Lieder einstudiert, die den Besuchern unter den strengen Augen des Ältestenrats vorgeführt wurden. Als Höhepunkt präsentierten die Schüler sogar die Bayernhymne in deutscher Sprache. Als dann die Summe der Spende verkündet und die mitgebrachten Sachspenden verteilt wurden, gab es für den ausbrechenden Jubel kein Halten mehr. „Das sind Augenblicke, die gehen einem ganz schön nah. Sie bewegen einen, ob man will oder nicht“, fasste Mitorganisator Heiner Welchert die einzigartigen Erfahrungen zusammen.

Bei einem abschließenden Rundgang über das Gelände wurde sichtbar, dass in den letzten Jahren mit dem Geld der Organisation bereits viel realisiert werden konnte. Mehrere Gebäude sind mittlerweile für den täglichen Unterricht nutzbar und es wurden Inventar und Schuluniformen angeschafft. Derzeit geht es darum, die Schüler krankenversichern zu lassen und Schulmaterial für jedes Kind zu kaufen. Außerdem wird in dem Dorf nach Grundwasser gebohrt, um es längerfristig mit fließendem Wasser zu versorgen.

Rückblickend ist sich die Truppe einig: „Jetzt, wo wir mit eigenen Augen gesehen haben, wie notwendig die Unterstützung vor Ort ist und wie sinnvoll das Geld verwendet wird, wollen wir unbedingt dranbleiben.“ Deshalb ist es bereits beschlossene Sache, dass das Benefizfestival „Mission possible“ im Sommer 2018 in die zweite Runde gehen wird. Dann werden alle Weilheimer wieder eingeladen sein, Musik und Show unter freiem Himmel zu genießen und miteinander Werte wie Offenheit und Toleranz zu leben und zu feiern.

Von Kreisbote

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