Peißenberger Kindergarten mit einem Label ausgezeichnet

St. Johann als Eine-Welt-Kita zertifiziert

Kinder
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Caren Rehm (2.v.re.) überreichte Tina Lang (3.v.re.) die Zertifikatsurkunde – sehr zur Freude der Kinder, von Frank Zellner und Kita-Leiterin Ingrid Gast.

Peißenberg – Auf dem Freigelände des Kindergartens von St. Johann herrschte beim Aktionstag ein ordentliches Gewusel. Unter dem Motto „Eine Welt – Kita fair und global“ vergnügten sich die kleinen Knirpse an verschiedenen Anlaufpunkten, wie der Kronkorkenmagnet-, der Apfelsaftproduktions- oder der Papierrecyclingstation.

Die Themen „Nachhaltigkeit“, Umweltschutz“ und „globale Verteilungsgerechtigkeit“ spielen im katholischen Kindergarten schon länger eine zentrale Rolle. Auch das Jahresmotto „Schritt für Schritt fair – bessern wir die Welt“ ist darauf ausgerichtet. Mit Aktionen wie „Zu Fuß in den Kindergarten“ – für jeden Fußmarsch gibt es einen Vermerk in der Stempelkarte – sollen die Kinder spielerisch für die Thematik sensibilisiert werden. Und der Adventskalender in der Weihnachtszeit wird natürlich mit fair gehandelter Schokolade bestückt: „Da gibt es dann lieber weniger, aber dafür gute Qualität“, erklärt Tina Lang.

Die Erzieherin hat spezielle Schulungen besucht und den Kindergarten zur Zertifizierung beim „Eine-Welt-Netzwerk-Bayern e.V.“ angemeldet, das von Institutionen wie Misereor, dem evangelischen Kita-Verband, von Brot für die Welt und der Caritas unterstützt wird. Bewertet wurden unter anderem die „kultursensible Haltung und Bildungsarbeit als Bestandteil der Pädagogik“, die Verwendung von fair gehandelten Produkten im Kita-Alltag sowie auch noch die kontinuierliche Qualitätssicherung.

Der St. Johann-Kindergarten hat alle Kriterien erfüllt. Das Label „Eine Welt-Kita“ wurde im Rahmen des Aktionstages von Netzwerkkoordinatorin Caren Rehm überreicht. St. Johann ist erst die 16. Kita in Bayern, die die Zertifizierung erhalten hat. Die Kinder, aber auch die Eltern stehen voll hinter dem pädagogischen Konzept. Ein Beispiel: Der kleine Finn diktierte der Presse in den Schreibblock, dass man nicht so viel Müll wegschmeißen dürfe – „wegen den Pinguinen und Eisbären“.

Auch Bürgermeister Frank Zellner, der bei der Auszeichnungsfeier mit dabei war, hat die Hartnäckigkeit der St. Johann-Kinder in puncto „Nachhaltigkeit“ zu Hause zu spüren bekommen. Die Tochter hat den Papa jedenfalls ermahnt, dass er seine bevorzugte Ketchup-Marke doch bitteschön künftig nicht in Plastik-, sondern in Glasflaschen kaufen solle. „Mit den 85 Kindern haben wir wirklich die Möglichkeit, etwas zu bewirken“, betont Tina Lang.

Von Bernhard Jepsen

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