Straßenbetriebsdienst: Der Winter kann kommen

Gut vorbereitet

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Winterliche Straßenverhältnisse fordern von allen Verkehrsteilnehmer besondere Aufmerksamkeit.

Landkreis – Der Winter hat sich mit ersten Schneefällen und winterlichen Temperaturen angekündigt und die Straßenmeistereien haben bereits ihre ersten Winterdiensteinsätze hinter sich.

Rund 14 000 Tonnen Streusalz lagern in den Salzhallen wie in Weilheim und Peiting. Im Rahmen eines Liefervertrages können bei Bedarf bis zu 17 000 Tonnen zusätzlich von den Meistereien abgerufen werden. Mit diesen Salzvorräten kann selbst ein überdurchschnittlicher Winter bewältigt werden. Das Staatliche Bauamt Weilheim betreut ein Straßennetz von über 1 600 km Bundes-, Staats- und Kreisstraßen in den Landkreisen Starnberg, Landsberg, Weilheim-Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Garmisch-Partenkirchen. Hierfür werden insgesamt 65 eigene und angemietete Fahrzeuge mit Schneepflügen und Streuautomaten eingesetzt. An besonders gefährdeten Straßenabschnitten werden Schneezäune zur Vermeidung von Schneeverwehungen aufgestellt. Für einen wirksamen und wirtschaftlichen Winterdienst ist eine frühzeitige und zuverlässige Wettervorhersage von großer Bedeutung. Den Straßenmeistereien stehen deshalb rund um die Uhr Wetterradarbilder und die Straßenzustands- und Wetterprognosen des Deutschen Wetterdienstes sowie Daten von 20 örtlichen Straßenwetterstationen im Amtsgebiet zur Verfügung.

Auf überdurchschnittlich hoch belasteten Bundes- und Staatsstraßen ist die Befahrbarkeit von besonderer Bedeutung. Hier wird bei Bedarf der Winterdienst rund um die Uhr durchgeführt, wie das Staatliche Bauamt Weilheim mitteilt. Das übrige Straßennetz wird vorrangig zwischen 6 und 22 Uhr in einem befahrbaren Zustand gehalten. Mehr als die Hälfte der Winterdiensteinsätze beginnen aber auch auf diesem Netz bereits vor 4 Uhr morgens, um in der Nacht einsetzende Straßenglätte infolge Schnee, Reif oder Eis noch vor dem Beginn des Berufsverkehrs beseitigen zu können.

Der Winterdienst verfolgt den Grundsatz „so viel Salz wie nötig, so wenig wie möglich“. Hinsichtlich Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit ist das Salz weiterhin das beste Auftaumittel. Durch das Anfeuchten des trockenen Auftausalzes mittels einer Salzlösung (Sole) unmittelbar vor dem Ausstreuen werden die Verluste durch Verwehen und Wegschleudern reduziert und eine gleichmäßigere Verteilung des Salzes auf der Fahrbahn gewährleistet. Deshalb sind alle Räum- und Streufahrzeuge der bayerischen Straßenbauverwaltung mit sogenannten Feuchtsalzstreugeräten ausgerüstet. Die jüngste Generation der Winterdienst-Fahrzeuge ist mit sogenannten Kombi-Streugeräten bestückt, mit denen je nach Witterungslage sowohl Sole versprüht als auch Feucht- oder Trockensalz ausgebracht werden kann. Bei der Ausbringung von Sole – bis zu -5°C möglich – verringert sich die notwendige Salzmenge und erhöht sich die Wirkdauer auf der Fahrbahn, der Streusalzverbrauch verringert sich im Vergleich zu Feuchtsalz nochmals.

Auch die Autofahrer sollten vorbereitet sein. Selbst der beste Winterdienst kann nicht gewährleisten, dass alle Straßen immer komplett schneefrei sind. Deshalb muss der Autofahrer bei entsprechender Witterung mit Schneeresten, stellenweiser Glätte, Schneeverwehungen oder bei länger andauernden Schneefällen auch mit einer geschlossenen Schneedecke rechnen. Jeder einzelne Verkehrsteilnehmer kann daher einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit im Winter leisten, indem er sein Auto rechtzeitig mit Winterreifen ausrüstet und sein Fahrverhalten den winterlichen Fahrbahnverhältnissen anpasst.

Von Kreisbote

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