Wie steht´s mit der Entlastungsstraße?

Staatliches Bauamt will Tunnelidee nochmal genauer betrachten

Symbolfoto: Tunnel
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Im Weilheimer Stadtrat ging es um die Entlastungsstraße. Die Tunnelidee soll nochmals genau betrachtet werden.

Weilheim – In der letzten Sitzung des Weilheimer Stadtrats wurde neben dem Haushalt (Bericht folgt) auch eine Anfrage der BfW zum Stand der Entlastungsstraße behandelt.

Antworten auf die Fragen der Fraktion gab Stefan Frenzl von der Stabstelle Mobilität und Verkehr. Konkret baten die BfW um Informationen, welche Gespräche mit dem neuen Behördenleiter des Staatlichen Bauamts Stefan Scheckinger stattgefunden haben, welches Vorgehen der weitere Zeitplan vorsieht und welche Ergebnisse es aus der Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) und zum Thema „Optimierter B2-Tunnel in Deckelbauweise“ gibt. Außerdem wurde erfragt, ob es von Seiten des Staatlichen Bauamts weitere Abstimmungsgespräche mit dem Bund gibt.

Laut Frenzl fand im Oktober eine Besprechung mit den Fraktionsvorsitzenden und Gruppensprechern sowie dem Staatlichen Bauamt statt. Der neue Behördenleiter und Andreas Lenker, Abteilungsleiter für Straßenbau, gingen dabei nochmals auf die fünf bekannten Varianten der Voruntersuchung ein und erinnerten an die Veranstaltungen im Rahmen der Bürgerbeteiligung und die Ergebnisse aus dem Bürgerdialog 2019. Die gesamte Präsentation „Aktueller Überblick zum Planungsprojekt Entlastungsstraße Weilheim“ und alle weiteren Informationen sind auf der Homepage vom Staatlichen Bauamt Weilheim abrufbar.

Ulrich Martini vom Büro Dr. Schober Landschaftsarchitektur informierte über die Ergebnisse der fortgeschriebenen UVS. Seiner Aussage zufolge seien aus Umweltsicht alle Varianten der Voruntersuchung grundsätzlich machbar, wenngleich die untersuchten Schutzgüter (zum Beispiel Mensch, Tiere und Pflanzen) jeweils unterschiedlich stark betroffen sind. Eine Zusammenfassung der UVS kann ebenfalls auf der Homepage abgerufen werden. In der Besprechung wurde von Bürgermeister Markus Loth (BfW) der Wunsch an das Staatliche Bauamt herangetragen, die von dem Weilheimer Dr. Gerd Berchtold ins Leben gerufene Variantenidee eines modifizierten B2-Tunnels in Deckelbauweise nochmals gründlicher zu betrachten.

Im Februar 2021 fand eine gemeinsame Besprechung der Stadtverwaltung mit dem Staatlichen Bauamt, dem Ingenieurbüro EDR und Berchtold zur Variantenidee eines modifizierten B2-Tunnels in Deckelbauweise statt. Die Idee von Berchtold sieht im Wesentlichen eine rund 1,55 km lange Variante eines B2-Tunnels in Deckelbauweise mit Verlauf zwischen Amtsgerichtskreuzung und Kaltenmoserstraße vor. Außer an der Ein- und Ausfahrt ist keine Vierspurigkeit vorhanden, eine Einführung von Seitenstraßen ist auch nicht vorgesehen. Scheckinger versprach, die Tunnelidee nochmals intern mit dem Ingenieurbüro EDR genauer zu betrachten.

Zum weiteren Vorgehen gab Frenzl an, dass nach den Osterferien das Staatliche Bauamt die Stadt über das Ergebnis der internen Betrachtung eines B2-Tunnels in Deckelbauweise informieren wird. Ebenfalls sollen dann die Ergebnisse der komplett abgeschlossenen UVS öffentlich kommuniziert und über aktuelle Abstimmungsgespräche mit dem Bund berichtet werden. Auf dem Weg zur Variantenentscheidung für eine Entlastungsstraße fehlt nach wie vor das Meinungsbild der Stadt Weilheim, nachdem die letzte Bürgerbefragung im Februar 2020 durch Stadtratsbeschluss annulliert wurde. Die Durchführung einer zweiten Bürgerbefragung ist vorgesehen. Ein genauer Termin hierfür steht jedoch noch nicht fest und der exakte Fragenkatalog muss erst wieder mit dem Weilheimer Stadtrat erarbeitet werden.

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