Stadt hält Daumen drauf Strikte Auflagen für neues Gewerbegebiet – Anwohner gründen IG

Der Baumarkt Renner mit Standorten in Landsberg und im sächsischen Waldheim hat vor, sich in dem neuen Gewerbegebiet „Nördlich der Deutenhausener Straße“ gegenüber den Betrieben „Am Weidenbach“ auf einer Fläche von 16 000 m2 anzusiedeln. Dem Stadtrat lagen am 2. Juli etliche Anträge zur Abstimmung vor.

Stadtbaumeister Wolfgang Frank trug die Stellungnahmen der Fachbehörden zur Änderung des Bebauungsplanes vor und ging auf das Gutachten des Bauausschusses ein. Konzentriert verfolgten einige Anwohner die Sitzung. Besorgt darüber, dass der Baumarkt Staub, Lärm, Geruchsbelästigungen und mehr Verkehr in ihr Wohnumfeld bringen wird, haben sich die Bewohner an Wiesenweg und Deutenhausener Straße zur Interessengemeinschaft (IG) „Gewerbegebiet Nördlich der Deutenhausener Straße“ zusammengeschlossen. In einem Schreiben an die Stadt weist die IG auch auf Gefahren für die Radler auf dem parallel zur Deutenhausener Straße verlaufenden Radweg hin. Hintergrund: Die Erschließungsstraße für den geplanten Baumarkt würde den Radweg kreuzen. Die höchstzulässigen Immisionswerte für Gewerbegebiete seien in dem bisher rechtskräftigen Bebauungsplan festgesetzt worden und sollen in die Änderung übernommen werden, erklärte Stadtbaumeister Frank. Spätestens mit dem Bauantrag sei ein Nachweis über das Einhalten der Richtwerte vorzulegen. Tagsüber dürfen in dem künftigen Gewerbegebiet 60 und nachts 40 Dezibel nicht überschritten werden. In ihrer Abstimmung legten die Stadträte fest, dass in dem gesamten Gewerbegebiet „Nördlich der Deutenhausener Straße“ kein „innenstadtrelevantes Sortiment“ angeboten werden darf. Spiel- und Vergnügungsstätte sind hier tabu. Entlang der Ostseite der Erschließungsstraße gepflanzte Bäume sollen den Anwohnern des Wiesenweges einen Sichtschutz bieten. Die Energieversorgung in den Betrieben hat möglichst mit erneuerbaren Energien zu erfolgen. Diskussionsstoff bot der Antrag, eine Fläche entlang der Deutenhausener Straße für eine Gartenausstellung auszuweisen. Die Stadträte verständigten sich darauf, eine Ausstellung nur dann zu genehmigen, wenn vom Baumarkt ein Freiflächengestaltungsplan vorgelegt wird. Generell untersagt sind bauliche Anlagen, wie Gartenhäuser oder Hebebühnen. Landwirtschaftsreferent Rupert Pentenrieder (BfW) hat sich die Aus- stellung im Landsberger Renner-Baumarkt angeschaut: „Das sind hochwertige Anlagen mit kleinen Teichen und Hängebrücke, richtig schön gemacht“, berichtete er. Ingo Remesch (SPD) ist es wichtig, „dass die Stadt ihre Kontrolle nicht aus der Hand gibt“.

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