Plätze heiß begehrt

Stadt Weilheim informiert zur Bedarfsplanung bei Kitas

Symbolfoto: Kinder spielen geimeinsam in einer Kita.
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Kita-Plätze in Weilheim sind ein begehrtes Gut. Im Hauptausschuss wurde nun über die Kapazitäten gesprochen.
  • Ursula Gallmetzer
    vonUrsula Gallmetzer
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Weilheim – Für Eltern ist es eine Entscheidung, die ihre ganze Lebensplanung betrifft: Bekommt das Kind einen Betreuungsplatz oder nicht? Einen Überblick zum Stand zur aktuellen Situation in Sachen Kita-Belegung gab es daher in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses.

„Es sollen genug Plätze vorhanden sein, aber kein Leerstand“, erklärte Stefan Popp, der im Hauptamt unter anderem für die Bedarfsplanung der Kinderbetreuung zuständig ist. Gerade durch den massiven Zuzug von Familien sei es schwierig, im Voraus sicher zu planen. Wie kompliziert die Bedarfsplanung ist, erläuterte Johannes Lehnert, der sich im Rathaus ebenfalls um die Kitas kümmert. Fünf Punkte seien entscheidend: die Geburtenrate, die Netto-Zuwanderung, neu gebaute Wohneinheiten, die Betreuungsquote sowie die Zahl der integrativen Plätze. Ein integrativ betreutes Kind nehme beispielsweise drei Plätze in Anspruch, ein Krippenkind zwei. Die Zahl der tatsächlich angemeldeten Kinder entspricht also selten der Anzahl der Plätze, die laut Betriebserlaubnis möglich sind. All dies sei bei der Auslastung der zulässigen Plätze in jeder Einrichtung zu beachten.

„Das Ziel ist, mit dem auszukommen, was da ist“, sagte Lehnert angesichts der derzeit existierenden Kitas. „Bei den Kindergartenplätzen sind wir gut aufgestellt, bei der Krippe versuchen wir, noch einige Kinder unterzubringen“, so Lehnerts Einschätzung in der Sitzung vor zwei Wochen. Hinsichtlich der neuen Anmeldevarianten in einem Onlinesystem zeigte er sich zufrieden: „Es gab positive Rückmeldung von den Eltern.“

Für die Betreuung von Schulkindern gibt es derzeit noch keinen Rechtsanspruch bis 2025. Dennoch sei auch in diesem Bereich in Weilheim derzeit bereits viel erreicht. In der Mittagsbetreuung der Ammerschule werden ab September 119 Kinder versorgt, in der offenen Ganztagsschule der Hardtschule 170. „Wir kommen mit kleinen Maßnahmen über die Runden und sind auf einem ziemlich guten Weg“, sagte Lehnert. Es sei schwierig zu sagen, wie viele Kinder derzeit wirklich noch unversorgt sind, erklärte er am Montag auf Nachfrage des Kreisboten. „Wir sind bemüht, zum Stichtag alle unterzubringen“, verspricht Lehnert und schließt dabei auch eine Lösung mit Containern oder eine „Mini-Kita“ nicht aus. „Die Warteliste ist noch nicht abgearbeitet“, will er die Eltern beruhigen, die bisher noch keine Zusage bekommen haben. Die Zahlen seien ständig in Bewegung, da es immer wieder Veränderungen am Bedarf gebe und er stehe in Verhandlungen mit allen Kitas. Es sei also noch nicht möglich, finale Zahlen über möglicherweise fehlenden Plätze zu liefern.

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