Stadtförster Christian Schuller berichtet in Sitzung über aktuelle Lage

So geht´s dem Weilheimer Stadtwald

Stadtwald Weilheim
+
Der Weilheimer Stadtwald erfüllt mehrere wichtige Aufgaben.

Weilheim – Die Stelle des städtischen Forstamtsrats hat Christian Schuller zwar erst seit Juli diesen Jahres inne, um Weilheims Stadtwald kümmert er sich jedoch schon seit fast acht Jahren.

Zuvor bestand ein Vertrag mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaften und Forsten Weilheim über die Betriebsleitung und -ausführung der städtischen Waldflächen, bei welchem Schuller beschäftigt war. Wie der 46-Jährige, der mit seiner Familie in Paterzell wohnt, berichtete ist der Stadtwald mit seinen 503 ha Fläche der größte Kommunalwald im Landkreis. Des Weiteren verfügt der Wald über einen Gesamtvorrat von rund 116 000 Festmetern (EfM) sowie über einen jährlichen Zuwachs von 3 287 EfM. Der jährliche Hiebsatz liegt bei 3020 Efm. Es gibt jedoch auch 125 ha, die als Erholungswald fungieren. Der Biotopschutzwald umfasst 19,2 ha.

Als „sehr besonders“ bezeichnete Schuller auch das Waldökokonto, bei dem die Stadt Weilheim eine Vorreiterrolle einnehme. Des weiteren fungiert der Stadtwald unter anderem als Holzlieferant für die Region und als Erholungsort. Zudem sei der Wald, so Schuller, „der beste Wasserfilter“. Was er dabei monetär leiste sei „enorm“, jedoch herrsche auch ein Spannungsfeld zwischen Erholungsort und Naturschutz. Die Weilheimer Au sei beispielsweise „wahnsinnig gut frequentiert“ aber auch als Biotop kartiert. Dort funktioniere es aber ganz gut. Rupert Pentenrieder, BfW-Stadtrat und Referent für Städtisches Grün, Landwirtschaft und Forsten, sah den Stadtwald bei Schuller in guten Händen. Um das Waldökokonto würden die Stadt viele Kommunen beneiden. Ein „riesen Dilemma“ sieht Pentenrieder jedoch bei den derzeitigen Preisen für Nutzholz. Laut Schuller sei das Thema regenerative Energien in den letzten Jahren deutlich wichtiger geworden. Es gäbe im Stadtwald durchaus Potential ihn noch mehr für Energieholz zu nutzen – momentan fließt etwa ein Viertel des entnommenen Holzes in die energetische Verwendung. Dr. Stefan Emeis (Grüne) wollte unter anderem wissen, ob Schuller im Stadtwald bereits Auswirkungen des Klimawandels erkennen könne. Laut Schuller gebe es Käferprobleme und vermehrt starke Winde. Bei der Tanne gebe es Probleme mit Rehwildverbiss. Momentan wird innerhalb eines bayernweiten Tannenprogramms geschaut, welche Arten neben der heimischen noch Sinn machen würden. Die Tanne sei gegen den Klimawandel besser gewappnet als beispielsweise die Fichte.

Von Sofia Wiethaler

Bilder, Videos und aktuelle Ereignisse aus Ihrer Heimat: Besuchen Sie den Kreisboten Weilheim auch auf Facebook.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Einbruch in Einfamilienhaus in Maxlried
Einbruch in Einfamilienhaus in Maxlried
Landratsamt stellt Mietanfrage zu Wessobrunner Klostergut
Landratsamt stellt Mietanfrage zu Wessobrunner Klostergut
Biber wird in Obersöchering »entnommen«
Biber wird in Obersöchering »entnommen«

Kommentare