Stadtkaplan Benedikt Huber und Pastoralpraktikant Felix Siefritz stellen sich vor

"Außer beten gibt es keinen Einfluss"

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Felix Siefritz (li.) und Benedikt Huber (re.) helfen Pfarrer Dr. Ulrich Lindl in der Pfarrei. Beide unterrichten aber auch am Gymnasium und an der Mittelschule.

Weilheim – Priester werden, das ist das Ziel von Benedikt Huber und Felix Siefritz. Beide sind nun ihrer, wie sie sagen, Berufung ein Stück näher gerückt. Die Theologie interessiert beide sehr, auch wenn einer von beiden erst einen ganz anderen Berufsweg eingeschlagen hat.

Taufen, Hochzeiten, aber auch Beerdigungen, Firmvorbereitungen und die heiligen Messen gehören mitunter zu den Aufgaben vom neuen Weilheimer Stadtkaplan Benedikt Huber. Der Unterricht in den 5., 6. und 9. Klassen des Gymasiums macht ihm ebenfalls viel Freude. 

Der 26-Jährige Augsburger verbrachte die letzten zwei Jahre in Krumbach, 2012 wurde er dort zum Diakon geweiht. Der studierte Theologe ist seit dem ersten September in Weilheim und fühlt sich soweit sehr wohl. „Ich hatte einen herzlichen Start. Das Team ist sehr nett und engagiert.“ Schon während seiner Ministrantenzeit hatte er sich mit viel Freude in die „Arbeit reingehängt“. Dann kam die Frage, auf die auch viele Jugendliche eine Antwort suchen: Was mache ich nach dem Abitur? Es folgte ein Theologiestudium und danach besuchte Huber das Priesterseminar. „Ich wollte mal sehen, ob es passt. Und mein Entschluss, Priester werden zu wollen, wurde nur gefestigt“, erklärte er. In den nächsten zwei Jahren möchte Huber in Weilheim „Impulse an Menschengruppen geben, sie zum Weiterdenken anregen, Glaubensstöße setzen und Hilfestellung geben, damit jeder Mensch seinem Talent nachkommen kann“. 

 Zwei Leidenschaften "ticken" im Herzen von Felix Siefritz 

Seit genau zwei Wochen ist Pastoralpraktikant Felix Siefritz in Weilheim. Der in Hauwangen (Unterallgäu) Geborene hatte als Ministrant schon den Wunsch, Priester zu werden. Seine große Leidenschaft sind aber auch Uhren. Also begann der 29-Jährige nach der Mittleren Reife eine Ausbildung zum Uhrenmacher in Memmingen. „Ich mochte und mag diesen Beruf immer noch sehr gerne. Ich hatte eine gute Arbeitsstelle und mich faszinieren Uhren immer noch“, sagte er lächelnd, während er auf die schwarzen Zeiger auf seiner rechten Hand schaute. 

 Aber, wie er ehrlich erklärte, wartete er nur darauf, dass er 25 Jahre wird und seinen Gesellenbrief in der Tasche hat. Dann durfte er nämlich das Priesterseminar besuchen. Wer kein Abitur hat, muss eine fertige Ausbildung vorweisen und mindestens 25 Jahre alt sein. 2008 reichte er die Kündigung ein, ging für ein Jahr nach Passau und dann, als sogenannter Spätstudierender, war er in Lantershofen, wo er im Juli sein Studium beendete. 

 In Weilheim fühlt sich Siefritz sehr wohl. „Ich als Dorfkind finde die Stadt sehr schön, der Kirchplatz ist nicht zu groß. Weilheim ist für mich eine geborgene Stadt“, erklärte er. Der 29-Jährige begleitet Pfarrer Dr. Ulrich Lindl und hilft ihm, wo er kann, wie bei der Vorbereitung der Gottesdienste. An der Ammer- und Mittelschule in Weilheim ist er auch als Mentor tätig. Er besucht in Augsburg die Religionspädagogische Ausbildung, damit er auch bald unterrichten darf. Bis Juli 2015 ist Siefritz in Weilheim, dann bekommt er seine erste Kaplanstelle. Auf die Frage, ob er es sich aussuchen kann, wo er danach hingehen darf, grinste er und meinte: „Außer beten gibt es keinen Einfluß“.

Von Alma Jazbec

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