DLS-Oberland stiftet Bilder von Weilheimer Persönlichkeiten

Stadtmuseum bekommt fünf Portraits

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Weilheimer gestern und heute: Unser Bild zeigt v. li. Dr. Tobias Güthner mit dem Portrait von Katharina Mayr (geb. Jais), Wolfgang Koellreutter mit dem Bildnis von Klara Kaiser (Frau des Bürgermeisters, geb. Vötterl) und DLS-Mitarbeiterin Claudia Beigel mit dem Ölgemälde von Bürgermeister Georg Kaiser.

Weilheim – Im Vorbeigehen entdeckte Dr. Tobias Güthner, Leiter des Stadtmuseums, Portraits von prominenten Weilheimern des 19. Jahrhunderts im Laden von Wolfgang Koellreutter von DLS-Oberland in der Oberen Stadt. Auf Nachfrage teilte ihm die Mitarbeiterin Claudia Beigel mit, dass die Werke bereits reserviert seien. Was beide nicht wussten: Sie waren für das Stadtmuseum beiseite gestellt.

Wolfgang Koellreutter, seit acht Jahren Betreiber des Trödelladens in der Oberen Stadt und Inhaber einer Firma für Haushaltsauflösungen, Entrümpelung und Entsorgung, hatte die Werke bei der Räumung des Hauses der Familie Hafner in Weilheim aufgestöbert. „Solche Schätze gehören einfach ins Stadtmuseum“, war Koelreutter sich sicher und so versprach er dem Kunden, sie dem Stadtmuseum zu übergeben. Dies fand am vergangenen Wochenende statt. „Ich hatte die Bilder schon verloren geglaubt“, erzählt ein glücklicher Dr. Tobias Güthner bei der Übergabe. Die Werke werden nun restauriert. Ab wann sie im Stadtmuseum zu sehen sein werden, ist noch nicht bekannt.

Die Portraits zeigen den Weilheimer Bürgermeister Georg Kaiser (Amtszeiten 1823-29 und 1842-48), seine Frau, Posthalter Simon Jais, seine Gattin und seine Tochter Katharina Mayr, sowie den Bezirksamtmann und Regierungsrat Johann Evangelist Heyder. In Kaisers Amtszeiten fielen der Abriss des Spitalgebäudes am Kirchplatz und der Bau des heutigen Bürgerheims, sowie ein Besuch von König Ludwig I.. Jais führte den Gasthof Post und war ab 1820 königlicher Postexpediteur in Weilheim, betrieb auch eine Kutschenverbindung nach München. Katharina Mayr führte die Posthalterei von 1852 bis 1855, dann übernahm sie ihre Schwester Ottilie. Heyder wirkte nicht in Weilheim selbst, wohnte aber hier.

Von Bianca R. Heigl

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