Peißenberg beteiligt sich erstmalig am Stadtradeln

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Peißenberg – Heuer wird die Marktgemeinde erstmals beim Stadtradeln mitmachen.

Demnach sind vom 3. bis 23. Oktober Vereine, Betriebe und Privatpersonen dazu aufgerufen, möglichst viele Kilometer auf dem Drahtesel abzustrampeln. 2019 war die Teilnahme an der bundesweiten Klimabündnis-Aktion auf Bitte der Rathausverwaltung noch verschoben worden. Damals feierte Peißenberg sein 100-jähriges Marktjubiläum – und das im großen Stil. Die Rathausverwaltung sah sich aufgrund des Organisationsaufwands personell nicht in der Lage, parallel dazu auch noch das Stadtradeln zu koordinieren. Die Idee zur Teilnahme am Stadtradeln geht auf einen Antrag der Bürgervereinigung aus dem Jahr 2018 zurück. „Beim Wettbewerb Stadtradeln“, so hieß es in der Antragsbegründung, „geht es um Spaß am und beim Fahrradfahren, radelnde Mitglieder der kommunalen Gremien, tolle Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.“ Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Ursprünglich war die Aktion auf Mai terminiert worden. Wegen der Corona-Krise musste das Stadtradeln allerdings in den wettertechnisch unwägbaren Herbst verschoben werden. „Oktober ist schon ganz schön spät“, gab Bernd Schewe (SPD) im Energie- und Klimaausschuss zu bedenken. Es sei fraglich, ob zu der Jahreszeit die Leute noch in ausreichender Weise zum Radeln motiviert werden könnten. In den nächsten Jahren solle man auf alle Fälle einen früheren Termin anpeilen. Matthias Reichhart (Bürgervereinigung) verwies wiederum auf die Intention des Stadtradelns. Demnach gehe es weniger um die Anzahl der gefahrenen Kilometer, sondern um einen „kleinen, lustigen Wettbewerb“, der einen Anreiz vermitteln soll, mehr Fahrrad zu fahren und den Fokus auf klimafreundliche Mobilitätsvarianten zu lenken: „Außerdem kann es auch im Oktober noch schönes Wetter geben.“

Für das Stadtradeln soll nun ordentlich die Werbetrommel gerührt werden. Mitmachen können Privatpersonen Freizeitgruppen, Vereine, Institutionen und Unternehmen. Auch die Rathausmitarbeiter und Markträte wollen in die Pedale treten: „Ich würde es toll finden, wenn der Gemeinderat als Gruppe am Wettbewerb teilnehmen würde. Das wäre ein positives Signal nach außen“, meinte Altbürgermeisterin Manuela Vanni (Peißenberger Liste).

Von Bernhard Jepsen

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