Gemeinden im Landkreis Weilheim-Schongau strampeln für den Klimaschutz

Stadtradeln statt Autofahren

Teilnehmer der Aktion
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Die Heimat entdecken abseits der Hauptstraßen kann man bei der Aktion „Stadtradeln 2021“, die auf dem Radom-Gelände vorgestellt wurde. V. li. Andrea Jochner-Weiß, Naomi Watzlawik-Hammer, Benedikt Wiedemann und Veronika Schellhorn.
  • Dieter Roettig
    vonDieter Roettig
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Weilheim-Schongau – Der volkstümliche Evergreen „Ja, mir san mit’m Radl da“ ist wieder angesagt zwischen 19. Juni und 9. Juli. Elf Gemeinden aus dem Landkreis Weilheim-Schongau nehmen an der bundesweiten Aktion „Stadtradeln 2021“ teil: Weilheim, Schongau, Wielenbach, Penzberg, Peißenberg, Peiting, Raisting, Oberhausen, Huglfing, Bernried und Altenstadt. Ziel der Kampagne ist es, möglichst viele Menschen für den Umstieg vom Auto auf das Fahrrad zu gewinnen und mit Spaß einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten sowie etwas für die eigene Gesundheit zu tun.

Bei einem Pressegespräch auf dem Gelände des Radom in Raisting stellte Landrätin Andrea Jochner-Weiß erfreut fest, dass dank der steigenden E-Bike-Popularität und auch durch die Corona-Pandemie die Zahl der Radfahrer „explosionsartig zugenommen hat.“ Der bundesweit einzigartige Wettbewerb unterstütze das Vorhaben des Landkreises, bis 2035 klimaneutral zu werden. Er rege die Menschen an, sich mehr mit dem Thema Fahrradfahren im Alltag zu beschäftigen.

„So bemerkt manch einer vielleicht, dass der Weg zur Arbeit oder zur Schule abseits der Hauptstraßen schöner und schneller ist, als gedacht.“ Angesprochen werden also neben den „eingefleischten Dauerradlern“ vor allem Personen, die für sich bislang noch nicht das Fahrrad als alltägliches Fortbewegungsmittel entdeckt haben. Um auch den Kleinsten den Spaß am Fahrradfahren zu vermitteln, steht diesmal wieder ein Schul- und Kindergartenwettbewerb auf dem Programm.

Der Landkreis nimmt heuer bereits zum dritten Mal am Stadtradeln teil. 2019 radelten 1 025 Teilnehmer knapp 160 000 Kilometer zusammen. 2020 stieg die Teilnehmerzahl auf 1 710 Radler mit über 260 000 gefahrenen Kilometern, was einer CO²-Vermeidung von 36 Tonnen entspricht. In diesem Jahr gelte es, noch kräftiger in die Pedale zu steigen und dieses Ergebnis zu toppen. Wobei die Teilnahme mit E-Bikes und Pedelecs ausdrücklich erlaubt ist. Jochner-Weiß dankte den Organisatoren, die im Landkreis das Projekt „Gemeinsames Kilometer-Sammeln“ auf die Beine gestellt haben: Benedikt Wiedemann (Leiter der Gesundheitsregion Plus) sowie Veronika Schellhorn und Naomi Watzlawik-Hammer (Klimaschutz und Mobilität) in Kooperation mit der Energiewende Oberland. Sie hat neben Weilheim-Schongau auch die Landkreise Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach mobilisiert.

Wie Jochner-Weiß ausführte, plane der Landkreis, seine Rad-Infrastruktur umfassend auszubauen und dadurch die Verbindungen zwischen den Orten erheblich zu verbessern. Dabei kam das Gespräch natürlich auch auf den seit Jahrzehnten geforderten Bau eines Fahrradweges entlang der gefährlichen Birkenallee zwischen Dießen und Fischen. Das eigentlich schon „beerdigte Thema“ befinde sich gerade im „Stadium der Wiederauferstehung“ machte die Landrätin leichte Hoffnung. Die zuständigen Stellen hätten mit der Bayerischen Verkehrsministerin Kerstin Schreyer erneut Gespräche aufgenommen, wie das Problem doch noch im Einklang mit dem Naturschutz gelöst werden könne. Infos zum aktuellen Stadtradeln findet man online. Auskünfte gibt auch Wiedemann unter Tel. 0881/6811618.

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