Bebauungsplanverfahren eingeleitet

Stadträte loben Pläne zum Waldorfschulzentrum in Weilheim

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So sieht der Entwurf des Architekten Francis Kéré für das neue Waldorfschulzentrum in Weilheim aus. Er ist unter anderem geplant, auf den gewölbten Dächern Gartenbau zu betreiben.

Weilheim – Was haben Weilheim und New York gemeinsam?

Sie erhielten beide vor Kurzem Besuch von dem vielfach ausgezeichneten Architekten Prof. Francis Kéré. In der Kreisstadt stellte er die Planungen zum Waldorfschulzentrum, welches in Weilheim an der Ecke Narbonner Ring/Hardtkapellenstraße entstehen soll, den Stadträten vor. Kéré bedankte sich zuerst für die Einladung, er sei zuvor noch nie in einer bayerischen Stadtratssitzung gewesen. Er hoffe, dass mit dem neuen Waldorfschulzentrum ein Projekt entstehe, mit dem sich alle identifizieren können: „Wir wollen für die Stadt bauen.“ Außerdem lobte er die intensive Zusammenarbeit mit dem Bauherrn, der „Freien Waldorfschule Weilheim“, die momentan noch in Huglfing beheimatet ist.

Gebaut werden soll abschnittsweise in einem Zeitraum von circa 15 Jahren. Als erstes sind die Grundschule und das Gymnasium geplant. Die Reihenfolge der anderen Bauabschnitte sei noch variabel, sagte Eva Seidel vom Schulvorstand, da sie auch von den Fördergeldern abhänge. Vorgesehen sind allerdings eine Erweiterung durch Klassen- und Fachräume, eine Sporthalle, eine Schulküche mit Mensa sowie ein Fest- beziehungsweise Theatersaal. Entstehen soll dabei aber kein dominanter Baukörper, sagte Kéré, der den Kindern den Blick auf die Natur nimmt. Geplant ist zudem eine Bushaltestelle. An ihr soll nach Möglichkeit auch der Stadtbus Stopps einlegen. Den ersten Abschnitt möchte die „Freie Waldorfschule Weilheim“ bereits im Sommer 2022 in Betrieb nehmen. Die Kosten liegen laut Seidel bei rund neun Mio. Euro. Etwa die Hälfte davon kommt aus Fördermitteln.

Die Schüler sollen an dem Zentrum die Möglichkeit haben, alle staatlichen Abschlüsse zu machen, sagte Seidel. Nach dem Endausbau sollen 400 bis 430 Jungen und Mädchen die Schule von der ersten bis zur dreizehnten Klasse besuchen können. Ihre Begeisterung für die Pläne taten unter anderem Brigitte Holeczek (BfW), Michael Lorbacher (SPD), Walter Weber (Freie Wähler), Marion Lunz-Schmieder (CSU) und Karl-Heinz Grehl (Grüne) kund. Mit diesem Projekt könne Weilheim auch international „richtig angeben“, so der Vizelandrat.

Von Sofia Wiethaler

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