Einen Schritt weiter

Stadtrat unterstützt mehrheitlich Planungen für das Parkhaus Krumpperstraße

Stadtwerke-Areal auf dem das Parkhaus entstehen soll.
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Das Parkhaus Krumpperstraße war mal wieder Thema im Stadtrat.

Weilheim – 14 Fahrzeughallen für die örtliche Feuerwehr und das Rote Kreuz, welche in das Parkhaus integriert sind, sowie 100 Stellplätze für Dauerparker sollen im Parkhaus Krumpperstraße realisiert werden. 

In der letzten Stadtratssitzung segnete ein Großteil der Räte die Abwägungen zum Bebauungsplan ab, welche unter anderem aus der Bevölkerung und den BauKulturfreunden Weilheim kamen. Einzig Brigitte Gronau (Grüne) und Ullrich Klinkicht (Weilheim Miteinander) stimmten dagegen. Klinkicht sprach sich zwar klar für die Garagen für Feuerwehr und BRK aus, jedoch auch unter anderem gegen die Größe des Parkhauses. Für Gronau stand der Bedarf der Baulichtorganisationen ebenfalls außer Frage. Ansonsten sei die Planung für sie aber nicht zukunftsträchtig – „wenn dann kleiner und schöner.“

Dr. Claus Reindl (BfW) sah das anders. Wegen der vielen öffentlichen Gebäude in der Umgebung würden sehr viele Menschen den Parkraum auf öffentlichen Straßen suchen. Auf die Frage, warum die Autostellplätze nicht innerhalb einer Tiefgarage unter den Hallen für BRK und Feuerwehr untergebracht werden können, nannte Stadtwerke-Chef Peter Müller ein „Platz- und Kostenproblem“. Für die notwendige zusätzliche Rampe sei kein Platz vorhanden und neben den Baukosten würden vor allem die Betriebskosten deutlich ansteigen. Für einen Parkplatz müssten dann statt 400 Euro 700 Euro jährlich verlangt werden. Für eine Garage würde die Miete dann von 4 160 Euro auf 7 280 Euro ansteigen. Auch der Bedarf an den Parkplätzen für Dauerparker war für Müller klar ersichtlich. Er könnte auch ein Parkhaus für 400 Plätze hinstellen, so der Stadtwerke-Chef. Dass der Parkplatz, der momentan von den Stadtwerken an der Krumpperstraße betrieben wird, nicht vollkommen ausgelastet ist, würde daran liegen, dass das Parken dort etwas kostet – auf der Straße jedoch nicht. Um diesem Problem in Zukunft her zu werden, ist im Umfeld des Parkhauses Anwohnerparken angedacht.

Laut Stefan Zirngibl (CSU) müssten bei dem Parkhaus mehrere Ansprüche unter einen Hut gebracht werden – Garagen für die Blaulichtorganisationen, weitere Parkplätze und die Wirtschaftlichkeit für den Bauherren. Das Vorhaben sei für „unsere Stadt und die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt“ in Verbindung mit den Anforderungen unabdingbar.

Einstimmig von den Stadträten beschlossen wurde der Vorschlag, das laufende Bebauungsplanverfahren künftig auf einen „vorhabenbezogenen Bebauungsplan“ umzustellen. Grund dafür sei, dass die bisher vorgebrachten Bedenken und Stellungnahmen von BürgerInnen und einiger Fachbehörden sehr detaillierte Fragen zur konkreten Ausgestaltung des Gebäudes betreffen würden. Diese seien so im Bebauungsplan nicht abzuarbeiten, wie es in den Sitzungsunterlagen heißt. Nachdem einem vorhabenbezogenen Bebauungsplan in den einzelnen Verfahrensschritten bereits der fertige Eingabeplan zu Grunde liegt, könne hierbei „von Anfang an mehr Transparenz vermittelt werden.“

Von Sofia Wiethaler

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