Mehr Platz für den Nachwuchs

Stadtrat Weilheim will weitere Betreuungsplätze schaffen

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Durch die Kooperation mit A:KitZ! sollen in Weilheim weitere Großtagespflegeplätze geschaffen werden.

Weilheim – Zwar sind die Kinderbetreuungseinrichtungen (Kitas) aufgrund der Corona-Pandemie momentan großteils geschlossen, weitere Kapazitäten werden in Weilheim aber trotzdem dringend benötigt.

Daher kommt der Stadt das Angebot der A:KitZ! gGmbH, in Weilheim weitere Plätze für Großtagespflege (GTP) zu schaffen, durchaus gelegen. Vorgestellt wurde es in einer der letzten Sitzungen des „alten“ Stadtrats. Konkret geht es um Räumlichkeiten in der Pöltnerstraße 25. A:KitZ! möchte dort Räume, die bereits mit der Fachaufsicht in Augenschein genommen wurden, anmieten. Ziel ist es, in wenigen Monaten zwei GTP-Gruppen mit je zehn Kindern im Alter von ein bis drei Jahren mit einer Betreuungszeit von acht Stunden täglich aufzubauen. Im Platzsplitting könnten bis zu 16 Kinder untergebracht werden.

Bei der GTP handelt es sich um eine spezielle Betreuungsform zwischen der klassischen privaten Tagespflege und der Betreuung einer Kita-Einrichtung. Derzeit besteht eine Kooperationsvereinbarung mit dem Landratsamt als originär verantwortliche Stelle für GTP in den Punkten Beratung, Vermittlung, Qualifizierung, fachliche Begleitung und Sicherstellung von Ersatzkräften. Diese könne aufrechterhalten und einzelne Aufgaben an die Träger delegiert werden, wie den Sitzungsunterlagen zu entnehmen ist. Jedoch bittet der Träger A:KitZ! um eine Kostenbeteiligung/Defizitübernahme (120 000 Euro) sowie um einen Umbau- und Ausstattungszuschuss (70 000 Euro). Allerdings konnten sowohl Stadtverwaltung als auch Landratsamt in Gesprächen mit der gGmbH ein „durchwegs positives Fazit“ ziehen, wie es in den Unterlagen weiter heißt. Auch Kita-Referentin Angelika Flock (CSU) bat ihre Stadtratskollegen um Zustimmung. Weilheim würde die Plätze wirklich brauchen und die Kooperation sei eine gute Möglichkeit dafür, ohne den Geldbeutel der Stadt zu sehr zu belasten. Einzig die Hol- und Bring-Situation kam bei den Räten nicht so gut an. Alfred Honisch (Grüne) schlug vor, zum Beispiel ein bis drei Parkplätze in der Umgebung dafür zu reservieren. Nachdem Bürgermeister Markus Loth (BfW) und Stefan Popp, Hauptverwaltung Stadt, die Klärung der Situation zugesagt hatten, wurde der Beschluss vom Stadtrat einstimmig angenommen. Des Weiteren soll mit dem Landratsamt über die Vereinbarung zur GTP und über die Höhe der Pflegesätze neu verhandelt werden.

Von Sofia Wiethaler

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