"Quo vadis Weilheim?"

Nestorin Ragnhild Thielers Gedanken über die Zukunft der Stadt

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Nestorin Ragnhild Thieler (BfW) verpackte in ihren Jahresrückblick auch mahnende Worte.

Weilheim – In Zeiten des Wandels, forderte Ragnhild Thieler als ältestes Mitglied des Stadtrates das Plenum auf, sei es umso wichtiger, „dass wir als Stadtrat mit unseren Konzepten Antworten geben auf die zentralen Fragen dieser Zeit“. Ihre Rede in der Weihnachtssitzung stand unter dem Motto „Aufbrüche, Umbrüche, Ausblicke“.

Die BürgerInnen würden von den gewählten politischen Mandatsträgern erwarten, dass diese „handeln, gestalten und sichern“ und „nicht nur planen und reden“. Gerade in Zeiten, „in denen viele Menschen verunsichert sind, eine bis vor kurzem relativ unpolitische junge Generation auf die Straße geht, weil sie um ihre Zukunft fürchtet, ist es wichtiger denn je genau hinzuhören, Orientierung zu geben und gleichzeitig neuen Ideen gegenüber aufgeschlossen zu sein. Sind wir dieser Verantwortung immer gerecht geworden?“ hinterfragte Thieler kritisch. Und wurden die Bürger bei den Entscheidungen „genügend mitgenommen“? Politik dürfe nicht nur das Heute und Morgen oder die nächste Wahl im Blick haben.

„Mit Nachdruck und ernsthaft“ müsse sich der Stadtrat weiterhin über eine umfassende Stadtentwicklung Gedanken machen – der Nestorin geht es dabei um „Wachstum mit Sinn und Verstand“. Neben Standortqualitäten für die Wirtschaft seien innovative Lösungen notwendig, um bezahlbare Wohnungen zu schaffen. „Wohnraum darf keine Luxusware sein oder werden“, forderte Thieler. Für das künftige Verkehrskonzept hofft sie nach der Bürgerbefragung auf „eine klare Entscheidung....damit wir den Weg freimachen für weitere neue Möglichkeiten der Verkehrsentlastung“. Beim Klimaschutz, einer anderen großen Herausforderung, reiche es keinesfalls aus, nur den Klimanotstand auszurufen. Entscheidend werde es sein, „wie wir es schaffen, große Fortschritte zu erzielen, ohne unsere wirtschaftliche Lebensgrundlage zu gefährden“. Wer nichts verändern wolle, wird nach Ansicht der Nestorin „sehen, dass nichts so bleibt, wie man es sich wünscht“. Für den jetzigen und zukünftigen Stadtrat gebe es viel zu tun, wobei Thieler auf Grenzen setzende Rahmenbedingungen, wie den Haushalt und baurechtliche Vorgaben, verwies. Dies sollte bei Wahlversprechen nicht vergessen werden.

Von Maria Hofstetter

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