Haltestelle Herzog-Albrecht-Platz hat ausgedient

Stadtwerke Weilheim planen neue Haltebuchten

Sammelhaltestelle am Herzog-Albrecht-Platz Weilheim
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Die Sammelhaltestelle am Herzog-Albrecht-Platz hat bald ausgedient. Im kommenden Jahr werden die Stadtbusse ihre Passagiere an neuen Haltebuchten am Unteren Graben einsammeln.
  • Stephanie Novy
    VonStephanie Novy
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Weilheim – Dichterer Takt, bessere Linienführung, umweltfreundlicher. Der ÖPNV in Weilheim soll attraktiver werden, wenn die Stadtwerke Weilheim ab dem 1. Januar 2022 den Betrieb der Stadtbusse übernehmen (wir berichteten). Damit gehen auch bauliche Veränderungen in der Kreisstadt einher.

Momentan tummeln sich die Stadtbusse noch am Herzog-Albrecht-Platz. Doch wenn erst mal die elektrischen Midi-Busse durch Weilheim rollen, hat der Platz als zentrale Haltestelle ausgedient. Stattdessen planen die Stadtwerke Haltebuchten am Unteren Graben zu installieren. Das teilt Stadtwerke-Chef Peter Müller mit. Vom Bauausschuss der Stadt gab‘s bereits einstimmig grünes Licht.

Gründe für die Haltestellen-Verlagerung gibt es mehrere. Zunächst ist da das Gewichtsproblem. Die neuen elektrischen Fahrzeuge sind nämlich im wahrsten Sinne des Wortes echte Schwergewichte. Etwa elf Tonnen wiegt ein Bus, wie Müller sagt. Wenn dann also vier der Fahrzeuge auf dem Herzog-Albrecht-Platz stehen, kommen stolze 44 Tonnen zusammen. Zu viel für die darunterliegende Tiefgarage. Diese sei bereits „lädiert“, wie Müller erklärt. Durch die schon jetzt hohe Beanspruchung durch die Busse sei ein Riss vorhanden. Hinzu komme, dass die neuen Stadtbusse jeweils etwa neun Meter lang sind. Das würde ziemlich eng auf dem Platz werden.

Zudem komme es täglich zu 112 Busbewegungen, wenn der neue Fahrplan erstmal eingeführt ist. Für den Herzog-Albrecht-Platz und auch die Herzog-Christoph-Straße wäre das „eine Zumutung“, findet der Stadtwerke-Chef. Nicht zuletzt macht eine neue Haltestelle auch wegen des Elektroantriebs der Busse Sinn. Da müsse man „mit jedem Kilometer haushalten“. Durch die Verlagerung der Haltestelle an den Unteren Graben spare man sich die Extra-Schleife.

Die Haltebuchten entstehen auf Höhe des Parkplatzes am Unteren Graben. Auf jeder Straßenseite soll eine etwa 25 bis 30 Meter lange Bucht eingerichtet werden – um den Verkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen, wenn die Fahrgäste ein- und aussteigen. Dafür werden die Gehwege von der Straße abgerückt. In Zuge dessen müssen 13 Stellplätze auf dem angrenzenden Parkplatz an der Westseite weichen. Müller erklärt, von Seiten der Stadt sei es gewünscht worden, hinter dem Bushäuschen eine etwas größere Grünfläche anzulegen. Deshalb heißt es eben nun Grün vor Grau.

Was die Kosten angeht rechnet Müller mit etwa 100 000 Euro. Diese werden von den Stadtwerken getragen, wobei es auch bis zu 80 Prozent Zuschüsse vom Land gibt.

Als Starttermin für die Baumaßnahme hat Müller den „4. Oktober im Auge“. Bei drei Wochen Bauzeit pro Straßenseite sollte dann alles noch vor Weihnachten abgeschlossen sein, rechnet der Stadtwerke-Chef mit einem zügigen Abschluss der Maßnahmen. Und wer von der aktuellen Baustelle an der B2 noch traumatisiert ist, für den hat Müller gute Nachrichten: Mit Einschränkungen beim Bau der Haltebuchten müssen die Weilheimer nicht rechnen.

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