CSU-Ortsverband »verliert« großzügig auch zweite Stadtwette gegen Weilheimer Bürger

Fast drei Stunden Unterhaltung

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Nach mehreren Anläufen gelang der Anstich des Bierfasses doch noch.

Weilheim – „Wetten, dass die Weilheimer es nicht schaffen, den Marienplatz zwischen 17 und 20 Uhr zu unterhalten!“, hatte der CSU-Ortsverband gewettet.

„Wir hoffen auf gute Unterhaltung. Die Bürger sollen sich unter dem Motto: ‚Aufg´spuit, Auf‘tanzt, Aufg´sagt!‘ im Trachtengewand einbringen und jeder soll sehen, was die Stadt auf die Beine stellen kann. Es ist unser Ziel, ein 100 Liter Fass Bier loszuwerden“, hatte Moderator Martin Wagner vorab erklärt.

Die Weilheimer trauten sich, gingen entweder mit Vorankündigung, wie die Stadtkapelle, oder spontan auf die Bühne und legten los. Getanzt wurde zwar nicht, aber ansonsten war vom Klavierspiel über Gesang, Jonglage und einem Vortrag des Weilheimer Stückls vom „Ochsen auf der Stadtmauer“ bis hin zum Mundartgedicht alles geboten. Das Publikum amüsierte sich gut und spendete jedem Akteur reichlich Applaus.

Den Auftakt machten die Marnbacher Zitherspielerinnen, die nicht nur musizierten, sondern auch für ihren Ort („den kennt in München sogar die Polizei“) warben. Zweiter war der zehnjährige Nelson. Er setzte sich ans Klavier und spielte gekonnt ohne Noten auf. Ab 18 Uhr wurde die Wette für rund 20 Minuten unterbrochen. Stadtpfarrer Engelbert Birkle, Diakon Stefan Reichhart und Pfarrer Corwin Wellner hatten den Gottesdienst anlässlich des europaweiten „Tags des Friedens“ unterbrochen und sprachen gemeinsam mit den Veranstaltern und Bürgermeister Markus Loht ein Friedensgebet. Danach ging es weiter mit mehreren Musikstücken der Stadtkapelle. Das obligate „Ein Prosit der Gemütlichkeit“ durfte dabei nicht fehlen. Ebenfalls gut kamen am Abend die Auftritte von Dorian (Klavier und Trompete), das Klavierspiel der achtjährigen Johanna, die Jonglage von Max, eine Urlaubsgeschichte von Buck, die Dr. Joachim Heberlein zweistimmig vortrug, und das Gedicht von Max Lipp an. Den Abschluss bildeten die Gesangseinlage der erst vierjährigen Nattkamol, der von Horst Martin und Ingo Remesch als „Lied an Angie“ gesungene Königsjodler sowie der Gesang von Martin Wagner, Klaus Gast und einer Unterhausener Musikantin.

Kurz vor 20 Uhr wurde die Wette großzügig zugunsten der Bürger entschieden. Mit der Stoppuhr gemessen hätten sie nämlich verloren. Dann kam aber mit dem Anstechen des Bierfasses noch eine ungeplante humorige Einlage. Erst wurde mit viel Aufwand das verkehrte Fass auf die Bühne getragen, dann fehlten beim Anstechen Zapfhahn und Schlegel und zu guter Letzt geriet das Anzapfen (die vielen Schläge wurden nicht gezählt) zur Schmunzelnummer.

Von Georg Müller

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