Kein Platz für Rassismus

Städtische Einrichtungen hängen "Respekt-Schilder" an ihre Eingänge

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An sieben städtischen Einrichtungen werden die Anti-Rassismus-Schilder angebracht. Bürgermeister Markus Loth (rechts) und der Vorsitzende des Ortsjugendausschusses der IG Metall Patrick Grabanyi (links) sind von der Aktion überzeugt.

Weilheim – „Weilheim ist eine weltoffene Stadt!“ Davon ist Bürgermeister Markus Loth überzeugt. Und damit das auch für jedermann gut sichtbar ist, zieren die Eingänge von sieben städtischen Einrichtungen der Kreisstadt zukünftig die Schilder „Respekt! Kein Platz für Rassismus“.

In manchen Städten und Gemeinden in Deutschland hängen sie schon seit geraumer Zeit – und sorgen mitunter für Ärger. In Frankfurt hat ein AfD-Politiker sogar einen Anwalt eingeschaltet, weil das Schild am dortigen Rathaus seiner Meinung nach gegen das Neutralitätsgebot verstößt. In Weilheim hat es nach dem einstimmigen Beschluss des Hauptausschusses zu der Aktion keine Beschwerden gegeben. Warum auch? Sind die Schilder doch ein positives und unterstützenswertes Zeichen, das zeigt, dass „wir in Weilheim ein gutes Miteinander pflegen wollen“, wie es der erste Bürgermeister ausdrückt.

Ins Rollen gebracht hat die Aktion der Ortsjugendausschuss der IG Metall in Weilheim. Dessen Vorsitzender Patrick Grabanyi hatte eine Studie gelesen, in der es hieß, dass junge Menschen politisch verdrossen seien. „Das konnte ich so nicht auf mir sitzen lassen“, sagt Grabanyi. Zusammen mit dem Ortsausschuss sei man dann auf die Idee mit den Schildern gekommen. Dass sie damit gleich auf offene Ohren und viel Unterstützung bei der Stadt gestoßen seien, freut den Vorsitzenden sehr. „Das ist ein tolles Zeichen. Damit nimmt Weilheim eine Vorbildfunktion für viele andere Städte ein.“ Selbst in der „Weltstadt München“ gebe es die Tafeln bisher noch nicht.

Sieben Schilder werden nun angebracht. Sie zieren damit die Eingänge des Rathauses, der Städtischen Musikschule, der Städtischen Bücherei, des Jugendhauses Come In und der drei städtischen Kindertageseinrichtungen.

Von Stephanie Novy


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