Gewerbeverband und Standortförderung verleihen Standort-Oskar Weilheim an das Ehepaar Sendl

Unternehmer mit Vorbildcharakter

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Die Preisträger Karin und Michael Sendl mit Bürgermeister Markus Loth (li.), Hans-Georg Geist (Gewerbeverband, 2. v. re.) und Florian Lipp (Standortförderung, re.).

Weilheim – Schokolade ist Glück, das man essen kann. Davon konnten sich die Gäste bei der feierlichen Verleihung des Weilheimer Standort-Oskars überzeugen, als sie von den dort präsentierten Schokoladenspezialitäten naschten. Auf jeden Fall glücklich zeigte sich das Unternehmerehepaar Karin und Michael Sendl, das die diesjährige Auszeichnung mit nach Hause nahm.

Gewerbeverband und Standortförderung hatten den Preisträger bis zuletzt streng geheim gehalten, nachdem ihn eine Jury aus zahlreichen Vorschlägen des Mitgliederkreises ausgewählt hatte. Ganz überrascht war Michael Sendl dann doch nicht, wie er nach der Verleihung der „Trophäe“ im Sparkassensaal dem Kreisboten berichtete.

„Ein florierender Standort ist für alle wichtig, nicht nur für die Wirtschaft“, wandte sich Florian Lipp, Vorsitzender der Standortförderung, an die Festversammlung, an der auch Preisträger der Vorjahre teilnahmen. Es brauche viele Akteure, so Lipp weiter, um einen Standort attraktiv zu machen. Unternehmern mit Vorbildcharakter – und davon gibt es laut Gewerbeverbandsvorsitzendem Hans-Georg Geist „verdammt wenige“ – eine öffentliche Wertschätzung zuteil werden zu lassen für ihre „besonderen, außergewöhnlichen Verdienste um den Standort“, ist Ziel dieser Auszeichnung. Dem Wirtschaftsstandort Weilheim attestierte Geist, „gut aufgestellt“ zu sein und verband damit auch einen Dank an die Stadt.

Dietmar Ahl (Firma Bechtold, Oskar-Gewinner 2016) skizzierte in seiner Laudatio den erfolgreichen Weg von Michael Sendl, der vor 38 Jahren beschlossen hatte, seinen Hof in Peißenberg nach den Richtlinien von Bioland zu bewirtschaften. Seit Jahrzehnten produziert und verkauft das Ehepaar Sendl Bio-Lebensmittel, erst in Peißenberg und nach Umzügen in Peißenberg und Weilheim jetzt auf 900 m2 im Biomichl an der Pütrichstraße. Großer Wert wird im Bio-Markt auf regionale und fair gehandelte Ware gelegt. Der Kunde, sagte Ahl, bekomme hier eine Antwort auf seine Frage: „Wo kommt mein Essen wirklich her?“ 60 Mitarbeiter fänden im Biomichl einen interessanten Arbeitsplatz und Hunderte von Kunden eine sichere Einkaufsquelle.

Der neue Standort wäre ohne Unterstützung der Stadt nicht möglich gewesen, gab Michael Sendl den Dank zurück und erklärte: „Unser größtes Kapital sind die tollen Mitarbeiter. Es macht Spaß, mit ihnen zu arbeiten.“ Ehefrau Karin ergänzte: „Seit wir in Weilheim unser Geschäft haben, geht es uns gut.“

Als Spross einer der ältesten Konditorenfamilien Bayerns schilderte Konditormeister Michael Krönner-Bräu in einem kurzweiligen Vortrag den Weg „Vom Lebzelter zum Chocolatier“. In Murnau eröffnete die Familie eine Schokoladen-Manufaktur und verarbeitet im Jahr acht Tonnen Schokolade.

Von Maria Hofstetter

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