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Zünftige Stimmung

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Gemeinsam mit den Spießen, Hauptfeldwebel Ullrich Stärk (2. v. li.) und Bruder Barnabas (3. v. li.) stieß Oberstleutnant Harald Schauff (4. v. li.) auf eine gelungne Veranstaltung an. © Jenny Henning

Murnau – Zum 16. Mal jährte sich heuer der Starkbieranstich in der Werdenfelser Kaserne. Zahlreiche Gäste folgten der Einladung der Unteroffizierkameradschaft Murnau e. V., um gemeinsam ein paar gesellige Stunden zu verbringen.

Im Vordergrund der Veranstaltung stand, wie jedes Jahr, das kameradschaftliche Beisammensein. Die Sporthalle wurde kurzer Hand in ein Festzelt umfunktioniert und geschmückt. Die Wände waren mit Tarnnetzen verziert und über den Besuchern thronte ein riesiger Fallschirm. Im Mittelpunkt stand die Bühne, auf der eine Abordnung des Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen, unter der Leitung von Oberstabsfeldwebel Michael Schwendemann, volkstümliche Stücke und Gassenhauer spielten. Die Bänke davor waren mit zahlreichen Soldaten und zivilen Gästen besetzt. Bei Schweinsbraten, Knödel und Bayrisch Kraut ließ es sich zünftig Speisen.

Der Vorsitzende der Unteroffizierkameradschaft, Hauptfeldwebel Ullrich Stärk, richtete zuerst das Wort an die Festgänger. Er konnte unter anderem die zweite Bürgermeisterin, Dr. Julia Stewens, sowie zahlreiche Mitglieder von den umliegenden Reservisten-, Krieger-, und Soldatenvereinen begrüßen. Sein Dank galt besonders den HelferInnen, ohne die das Starkbierfest nicht möglich gewesen wäre. Das Motto der sogenannten Sanierbar, bei der man zu späterer Stunde Cocktails erwerben konnte, sei den zukünftigen Umbaumaßnahmen in der ganzen Kaserne gewidmet, so Stärk.

Auch dieses Jahr wurde an den guten Zweck gedacht. Die Spenden kommen dem Bundeswehr-Sozialwerk zu Gute. Ansporn, sich großzügig zu zeigen, gab Stärk den Anwesenden, indem er ein „Kopfgeld“ auf seinen Bart aussetzte: Gesammelt wurden daraufhin über 1 000 Euro und der Hauptfeldwebel musste seinen Bart der Haarschneidemaschine überlassen.

Oberstleutnant Harald Schauff, stellvertretender Kommandeur des Informationstechnikbataillons 293 und Schirmherr der Veranstaltung, richtete zu allererst Grüße von Oberstleutnant Marc Richter, Kommandeur IT-Bataillon 293, aus. Richter befindet sich derzeit im Auslandseinsatz und konnte somit den Feierlichkeiten nicht beiwohnen, wie das Bataillon mitteilte. Begleitet vom Reservistentrommlerzug Oberland zog Sepp Gramer, alias Bruder Barnabas, ins „Festzelt“ ein. In Murnau ist Bruder Barnabas ein echtes Original und seit Jahren verantwortlich für die Fastenpredigt beim Starkbieranstich der IT-Soldaten. Bruder Barnabas hielt so einige Pointen, sowohl aus der Kompanie als auch aus Politik und Gesellschaft, bereit. Obwohl der bayrische Dialekt den ein oder anderen Besucher vor eine Herausforderung stellte, so waren doch die wichtigen Dinge für alle zu verstehen, denn die Anwesenden amüsierten sich köstlich.

Punkt 19.30 Uhr schlug dann Oberstleutnant Schauff mit vier Schlägen das Starkbierfass an. 

Von Kreisbote

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