Für Hohenfurcher Feuerwehrkapelle bei Starkbierfest der Peißenberger CSU

Wieder viele Lacher

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Nach dem Anzapfen wurde zunächst die Politprominenz mit Salvator versorgt.

Peißenberg – Ja, ist denn immer noch Fasching?

Diese Frage dürfte sich vermutlich der ein oder andere Besucher beim Starkbierfest der Peißenberger CSU gestellt haben. Beim Auftritt der „Bierdimpfl“ betrat nämlich nicht nur der gewohnte Darsteller, Alexander Dobrindt, die Bühne im Gasthof „Zur Post“, sondern erstmals auch Thomas Rößle, der Chef des Faschingsvereins „Frohsinn 2000“. Zuvor hatte der „Grub´n-Schorsch“ alias Johnny Birkner Zukunftsvisionen („Wir brauchen a City. Die Berghoidn muss weg“) für Peißenberg aufgestellt.

Starkbierfest der CSU in Peißenberg

 © Bernhard Jepsen
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Die meisten Lacher des Abends heimste aber wie schon in den vergangenen Jahren die Hohenfurcher Feuerwehrkapelle ein. Die Truppe um Dirigent Jürgen Fischer ist nach wie vor das Zugpferd des CSU-Starkbierfestes – auch wenn sie die Peißenberger regelmäßig durch den Kakao zieht. „Die Artenvielfalt stirbt hier nicht aus, gar seltene Vögel schauen hier heraus“, spöttelte Fischer – und: „In Wörth da gibt´s a Stell`, da wird´s das ganze Jahr nicht hell.“ Zum Starkbierfest kämen „die Gäste in Scharen – alle die zu befürchten waren“. Hutter nannte beispielhaft „AJW“, die Landkreis-Antwort auf die neue CDU-Chefin „AKK“. Gemeint war Andrea Jochner-Weiß, die vor dem Fest noch schnell Hundsdreckspender, eine Stalltür bei Gemeinderat Georg Hutter, einen Weidezaunpfahl beim „Hohenwarter“ Thomas Bader und ein Urinal bei Postwirt Hans Spirkl eingeweiht habe. Eine nette Anspielung auf Jochner-Weiß´ zahlreiche, medial begleitete Wohlfühltermine.

Auch SPD-Grande Hans Streicher wurde aufs Korn genommen. Der pensionierte Lehrer, so stellte Fischer fest, würde oft mit seinem Hund durch Peißenberg spazieren – die logische Schlussfolgerung: „Er wäre also genau der richtige Mann für die Sicherheitswacht. Ein Kojak für Arme.“ Fischer und seine Kapelle arbeiten sich natürlich auch wieder an ihrer ehemaligen Mitbürgerin, Manuela Vanni, ab. Der „Pippi“-Song wurde zum Beispiel für die Bürgermeisterin respektive „Vanni Langstrumpf“ eigens umgetextet: „Hey, Manuela Vanni, sie macht, was ihr gefällt – und kriegt dafür auch noch Geld.“ Auch verlas Fischer öffentliche Bekanntmachungen aus dem Rathaus wie den Verbotserlass für Rutschen an Kinderspielplätzen – weil: „Den Kindern soll nicht so schnell vermittelt werden, dass es in Peißenberg berg-ab geht.“

Die beiden „Bierdimpfl“ wiederum befassten sich unter anderem mit der Kür des Bürgermeisterkandidaten bei der SPD. In einem italienischen Restaurant soll sich demnach Folgendes abgespielt haben: „Dunkle Gestalten saßen an einem Tisch. Das Licht war gedämpft, nur der kahle Kopf einer Person glänzte aus dem düsteren Kerzenschein“, erzählte Bierdimpfl „Dobrindt“. Sein Name sei „Hansi“ gewesen (Anspielung auf Hans Streicher; Anm. d. Red.). Er habe mit eindringlicher Stimme an seinen Schwager appelliert: „Eh, Roberto (gemeint ist SPD-Bürgermeisterkandidat Robert Halbritter; Anm. d. Red.), Du musst die Ehre der Familia wiederherstellen. Der Patrone muss wieder zurück in die Unterbau-Strada.“

Und weil es bei Rößle eben nicht ohne Fasching geht erfuhr die Starkbiergemeinde auch, dass der Gemeinderat nächstes Jahr beim Faschingszug mit einem eigenen Wagen mitfahren werde – unter dem Motto „Ein Käfig voller Narren“. Als Verstärkung, so Bierdimpfl „Rößle“, würde auch noch ein „Obernarr“ an Bord sein - nämlich „Bierdimpfl“-Kollege Alexander Dobrindt.

Von Bernhard Jepsen

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