Stiftung AKM unterstützt Familien

+
Eine ehrenamtliche Familienbegleiterin kümmert sich auch um die gesunden Geschwisterkinder.

Landkreis – Eine lebensverkürzende Diagnose, ein schwerer Unfall eines Kindes, eine scheinbar unbeschwerte Schwangerschaft, dann plötzlich die Nachricht, dass das Kind nicht gesund ist.

In diesem Moment gerät das Leben einer Familie von einem Moment auf den anderen aus den Fugen. Wer kann die Familien jetzt auffangen? Wer kümmert sich um das kranke Kind, die Eltern und auch um die Geschwister? Hilfe gibt es bei der Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München (AKM) – und das auch regional. Denn seit 2018 werden über das Zentrum Südwestoberbayern unter anderem in Weilheim-Schongau Familien mit einem schwerst- und lebensbedrohlich erkrankten Kind, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen unterstützt. Auch Familien mit einem lebenslimitierend erkrankten Erwachsenen mit minderjährigen Kindern werden betreut. „Wir kümmern uns um die betroffene Familie ab der Diagnose. Die Familien wenden sich bei Bedarf direkt an uns. Dabei ist jede Geschichte individuell und jeder benötigt eine andere Form der Hilfe und Unterstützung“, sagt Anna Becker, Leiterin des Zentrums Südwestoberbayern mit der Nachsorgeeinrichtung Bunter Kreis Fünfseenland. „Über unser Zentrum können wir die Versorgung den individuellen Bedürfnissen in der Region anpassen und auch bei Notfällen schneller vor Ort sein.“

Bei der Stiftung AKM steht die Versorgung der ganzen Familie im Fokus. Denn wenn ein Kind, Jugendlicher oder auch Elternteil erkrankt, ist das gesamte Familiensystem betroffen. „Die Kinderhospizarbeit unterscheidet sich von der Erwachsenenhospizarbeit ganz klar darin, dass wir ab der Diagnose begleiten. Wir bieten eine Lebensbegleitung an und stabilisieren die Familien in einer schwierigen Lebensphase. Sollte es der Fall sein, stützen wir die Familie auch über den Tod hinaus“, so Becker. Das sechsköpfige Team im Zentrum Südwestoberbayern mit Sitz in Inning besteht aus Kinderkrankenschwestern, Psychologen und Sozialpädagogen. Hinzu kommen ehrenamtliche Familienbegleiter, die sich einmal pro Woche vier Stunden lang um das kranke Kind oder die Geschwister kümmern, so dass die hoch belasteten Eltern ein wenig freie Zeit haben.

Neben der Familienbegleitenden Kinderhospizarbeit bietet das Zentrum der Stiftung AKM auch eine Angehörigenberatung an, die die Familien bei allen sozialrechtlichen Themen berät. Das Angebot umfasst zudem Sozialmedizinische Nachsorge und psychologische Unterstützung. „Wir sind an der Seite der Familien, so lange und in welcher Form sie es wünschen, damit sie die schwere Zeit gut überstehen“, erklärt Becker. Dabei sind alle Angebote für die Familien kostenfrei.

Wer Unterstützung benötigt, kann sich direkt an die Stiftung AKM/Zentrum Südwestoberbayern wenden unter Tel. 08143/9094040 oder unter Mail. suedwestoberbayern@kinderhospiz-muenchen.de.

Von Kreisbote

Auch interessant

Meistgelesen

Vermisster Pizzalieferant flüchtet vor Polizei
Vermisster Pizzalieferant flüchtet vor Polizei
Pfaffenwinkel Ferien(s)pass ist wieder erhältlich
Pfaffenwinkel Ferien(s)pass ist wieder erhältlich
Arbeitslosenquote steigt leicht an – Gute Chancen für Azubis
Arbeitslosenquote steigt leicht an – Gute Chancen für Azubis
Enders regt Christkindlmarkt mit Abstand an
Enders regt Christkindlmarkt mit Abstand an

Kommentare