Siegersäule steht fest

STOA169: Säule der Pollinger Bürger trägt den Titel "Eisenhaut"

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Die Pollinger Bürger haben entschieden: Das ist  die Gewinnersäule.

Polling – Nachdem die Pollinger Bürger am 14. Januar in einem öffentlichen Aufruf von der STOA169 Stiftung eingeladen wurden, Vorschläge für eine Säule zu machen, die von den Mitbürgern selbst gestaltet wird, steht die Entscheidung jetzt fest. Die STOA169-Fachjury hat den Entwurf „Eisenhaut“ von Johann Friedrich Glas und Matthias Johann Glas aus Polling ausgewählt.

Die „Eisenhaut-Säule“ greift die Weitergabe der handwerklichen Traditionen in der Familie auf, wie die Stiftung mitteilt. So werden durch Vater und Sohn Glas zum Beispiel Werkzeuge, Blattfedern und Hufeisen verwendet, die seit 1876 in den Familienbetrieben eingesetzt wurden. „Die Basis und das Kapitel sollen aber nach dem Vorbild einer griechischen Säule gestaltet werden“, erläutert Matthias Glas, der an der Akademie der Bildenden Künste in München studiert hat und 2015 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis ausgezeichnet wurde.

Zur Begründung der Wahl sagte das Jury-Mitglied Franziska Leuthäußer, ehemalige Kuratorin des Städel Museum in Frankfurt: „Wir haben viele sehr gute Vorschläge aus Polling erhalten. Entschieden haben wir uns für den Entwurf von Matthias Glas, zusammen mit seinem Vater Johann Glas. Seine Idee, die Säule mit historischen Zeugnissen aus der Schmiede seines Großvaters zu verzieren, überzeugt insbesondere, da Familiengeschichte und Kulturgeschichte hier in herausragender Weise miteinander vereint sind. Diese Darlegung gilt selbstverständlich nicht nur der Geschichte der Schmiede in der Tassilostraße, sondern jedem Engagement, das in Polling getätigt wird. Entsprechend verstehen wir die von Matthias Glas verzierte Säule auch stellvertretend für alle anderen ‚Pollinger Geschichten‘.“

Nach dem Aufruf zur Gestaltung der STOA169-„Polling-Säule“ gab es eine Vielzahl von Vorschlägen und Ideen, ein Dutzend ausgearbeitete Konzepte wurden bis zum Stichtag am 23. Februar 2020 bei der STOA169 Stiftung eingereicht. Die weiteren Konzepte sahen unter anderem Säulen zu „Thomas Mann“, „Gesichter Pollings“, „Spaltung der Gesellschaft“, „Hoffnung auf Versöhnung“, „Natur und Identität“ und „Heimatvertriebene nach 1945“ vor.

Von Kreisbote


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