Stolze Bürger Weilheims – Stadt verleiht Ehrenpreise für soziales Engagement, Umwelt und Kultur

Markus Loth (li.)und Ingo Remesch (re.) gratulierten den Preisträgern: V.li.: Josef Niedermaier, Josef Lutz (Theatergruppe Marnbach), Luise Bauer und ihr Mann Klaus Bauer (Bauer Maschinen & Technologie GmbH), Gerhard Trautinger, Eleonore Moritz (AWO), Florian Lechner und Manfred Bögl (Verschönerungsverein). Foto: Jazbec

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ALMA JAZBEC; Weilheim – Mit gedämpftem Licht, roten Kerzen und grünen Tannenzweigen war der Sitzungssaal des Rathauses für die Weihnachtssitzung am vergangenen Donnerstag geschmückt. Bürgermeister Markus Loth und sein Stellvertreter Ingo Remesch hatten die schöne Aufgabe, das Ehrenzeichen und die Ehrenpreise der Stadt zu verleihen. Die Ehrenpreise vergibt die Stadt jährlich und sie sind mit einem Preisgeld von je 1000 Euro dotiert. „Der Ludwig-Pütrich-Preis wird vom Stadtrat dann verliehen, wenn sich jemand durch großherzige Zuwendung an die Stadt, deren Einrichtungen oder an bedürftige Bürger ausgezeichnet hat“, erklärte Loth. Der Pütrich-Preis besteht aus einer Urkunde und einer Ehrengabe, einer Nachbildung des „Weilheimer Kruges“, dessen Original, 1655 in Dießen geschaffen, im Stadtmuseum steht. Umweltpreis Der Umweltpreis ging an die Firma Bauer Maschinen & Technologie GmbH. Die Firma ist seit 1998 ein selbstständiger Geschäftsbereich der Bauer Unternehmensgruppe unter der Leitung von Klaus Bauer, der in dritter Generation den Betrieb führt. Geehrt wird das Unternehmen für seine besonderen Leistungen zur energetischen Sanierung von Betriebsgebäuden. In den Jahren 2009 und 2010 wurden um die 602 500 Euro in die aufwändige Sanierung der Gebäudehülle von Halle eins investiert. So konnten 121 050 Kilogramm CO2 und 60250 Euro Kosten im Jahr eingespart werden. „Es ist etwas Besonderes, wenn man als Industrieunternehmen den Umweltpreis bekommt. Wir sind aber noch lange nicht am Ende mit dieser Materie. Wir machen weiter, denn wir möchten was für die Zukunft unserer Kinder bewegen“, betonte Bauer. Er appellierte in seiner Dankesrede auch an andere Weilheimer Firmen: „Befassen Sie sich mehr mit dem Thema Energieeffizienz. Es lohnt sich.“ Sozialpreis Über den Sozialpreis 2011 konnte sich der Arbeiterwohlfahrt-Ortsverein freuen. Der Verein zeichnet sich seit Jahren durch ein breites Spektrum sozialer Hilfsangebote aus. Die AWO-Auslandshilfe war ein Grund, den Verein als Preisträger vorzuschlagen. Im Jahr 2007 wurden durch die Leiterin des AWO-Kinderhauses und ihr Team 222 Paar Schuhe für Kinder in einem rumänischen Dorf gesammelt. In Nitchidorf hat das Team dann dem neunjährigen Alexandru Serban helfen können, der seit seiner Geburt körperlich massiv eingeschränkt ist. Die Päckchenaktion „Schenken mit Herz“ ist jedes Mal wieder ein Erfolg. Zuletzt konnten 333 Päckchen nach Rumänien geschickt werden. Die AWO trägt aber auch mit ihrem „Sozialen Mittagstisch“ dazu bei, dass Familien, Alleinerziehende und Hartz IV Empfänger in Weilheim eine warme Mahlzeit am Tag bekommen. Die Kleiderkammer im Kinderhaus erleichtert die finanzielle Situation vieler nicht so gut betuchter Bürger. Kulturpreis Der Kulturpreis wurde an das Marnbacher Theater vergeben. „Die Gruppe bereichert seit vielen Jahren mit ihren beliebten Aufführungen das Weilheimer Kulturleben“, so Remesch in seiner Laudatio. Erwähnenswert ist außerdem, dass ein Großteil der Eintrittsgelder an Kindergärten, den Hospizverein Polling oder ein Tsunami Waisenhaus gespendet wird. Die seit 1995 bestehende Theatergruppe wurde von Laienschauspielern gegründet. Unter der Leitung von Josef Niedermaier junior werden bekannte Stücke der „Iberlbühne“ aufgeführt. Bedingt durch die Enge im Klassenzimmer der „Alten Schule“ wird das Publikum immer wieder in das Spielgeschehen miteinbezogen. Ludwig-Pütrich-Preis Der Verschönerungsverein der Stadt hatte die Ehre, den „Weilheimer Krug“ und somit den diesjährigen Ludwig-Pütrich-Preis entgegenzunehmen. Seit 150 Jahren gestaltet der Verein die Stadt mit und hat in den letzten 27 Jahren 500 000 Euro für seine Arbeiten ausgegeben. Die Spuren der Verschönerung sind in der Stadt als auch im Grünen zu sehen: Am „Bach“ an der Musikschule oder in der Au, ganze Alleen wurden gepflanzt und Ruhebänke aufgestellt. „Es würde den Rahmen sprengen alles aufzuzählen, was der Verschönerungsverein bis heute geleistet hat“, sagte der Bürgermeister. Dass Weilheim so attraktiv und liebenswert ist, sei auch das Verdienst des Vereins. „Wir tun das alles für unsere Stadt, nicht für uns“, bedankte sich Vereinsvorstand Manfred Bögl.

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