Weniger Vertreter von CSU/Parteilose im Peißenberger Gemeinderat

Andreas Stoß verlässt Fraktion

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Andreas Stoß ist aus der Fraktion CSU/Parteilose ausgetreten.

Peißenberg – Es war nur ein kurzes Intermezzo: Nach gerade einmal drei Monaten Zugehörigkeit hat Andreas Stoß in der jüngsten Marktratssitzung seinen Austritt aus der Fraktion von CSU/Parteilose verkündet.

Der 43-jährige Realschullehrer möchte künftig „eigene Wege gehen“ und sein Mandat in neutraler Rolle als fraktionsloses Gremiumsmitglied ausüben. Stoß’ Abkehr von den Christsozialen kam nicht ganz unerwartet: Bereits Anfang des Jahres hatte der Familienvater sein CSU-Parteibuch zurückgegeben. Im März, als Herbert Kratschmar aus gesundheitlichen Gründen aus dem Marktrat ausschied, nahm Stoß zur Verwunderung seiner – ehemaligen – Parteikollegen aber dennoch sein Nachrückrecht in den Gemeinderat wahr.

Die Zusammenarbeit mit der Fraktion gestaltete sich entsprechend schwierig: „Es hat einfach nicht gepasst. Die Richtung der Peißenberger CSU ist eine andere geworden“, erklärt Stoß auf Nachfrage. Er habe lange mit sich gerungen, doch die Entscheidung für den Rückzug aus der Fraktion sei „eine logische Folge“ seines Parteiaustritts gewesen: „Ich war in vielen Punkten anderer Meinung“, sagt Stoß.

„Nicht gerade hochüberrascht“ von der Personalie „Stoß“ zeigt sich Fraktionssprecherin Petra Maier. Die Situation sei von Anfang an schwierig gewesen, wobei man trotz der Vorgeschichte versucht habe, Stoß in die Fraktion zu integrieren: „Aber er ist nicht gerade für Konstanz bekannt“, kritisiert Maier. Über die Motive für den Fraktionsaustritt kann die Sprecherin von CSU/Parteilose nur spekulieren: „Konkrete Gründe hat er uns eigentlich nicht genannt“, so Maier.

Von Bernhard Jepsen

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