Acht großartige Künstler begeisterten das Publikum des "Strassen! Zauber! Festivals!"

Magie und Shows der Extraklasse

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Und erst einmal einen „Wonder Drink“. „Mantega“ jonglierte mit Messern und Flüssigkeiten, brillierte mit Gestik und Mimik und sorgte beim Publikum für Spannung und Spaß.

Weilheim – Jonglage, Zaubertricks, fliegende Keulen und Messer, Musik, Kerzen- und Fackellicht, offene Geschäfte – die Innenstadt und Obere Stadt wurden am vergangenen Wochenende für zwei Tage und eine Nacht zum Open Air Varieté.

Es war eine Premiere und zugleich eine neue Dimension der Zauber- und Einkaufsnächte der Vorjahre. Alle acht international bekannten Künstler waren erstmals zu Gast in der Kreisstadt und boten mehr als nur bloße Unterhaltung. Sie rissen ihr Publikum mit verblüffenden Zaubertricks, verbunden mit einer gehörigen Portion Humor und Mimik, mit und sorgten so für einige „Ah´s“, „Oh´s“ sowie für vor Staunen offen stehende Münder. Außerdem integrierten sie Freiwillige aus der Zuschauermenge als Statisten und ließen sie zum Vergnügen der restlichen Schaulustigen an den Vorführungen teilhaben. Der kräftige Applaus, oft mit Bravo-Rufen verbunden, war stets verdient. Dass sich auch die Kaufhäuser und Geschäfte der Innenstadt mit eigenen Aktionen (Live-Musik, Wein, Häppchen, Glücksrad, Darts und Knabbereien) beteiligten, setzte der Straßenzauberei 2017 ein Krönchen auf. Das Zauberei durchaus ansteckend sein kann, zeigte sich am Freitag gegen 17.30 Uhr an den Infoständen der wahlkämpfenden Parteien. „Was die können, können wir auch. Wir zaubern uns jetzt vom Acker“, bemerkte der Sprecher eines Ortsverbands humorvoll.

Wenn überhaupt eine Steigerung der Darbietungen möglich war, dann zeigte sich diese in der Nacht von Freitag auf Samstag. Ab etwa 19 Uhr waren die Straßen, Plätze und Gassen der Innenstadt dicht gefüllt mit Zuschauern. Dabei gab es reizvolle Kontraste. Während die drei Jongleure der Gruppe „Keulikaze“ mit ihrer Feuershow auf dem Marienplatz für Furore sorgten, bot die Marienkirche mit „Nightfever“ eine Oase der Andacht und Ruhe. Wer wieder herauskam, bestaunte illuminierte Stelzengänger oder tanzte zur Rockmusik in der Kirchgasse. Hier hatte das Modegeschäft „Schon schön“ statt Schaufensterpuppen eine Band in der Auslage postiert.

Gezaubert wurde auch im Küchenzentrum Oberland in der Pöltner Straße. Das Geschäft hatte Spitzenköche engagiert, die den Gästen die Leistungsfähigkeit moderner Küchengeräte demonstrierten. Ein paar hundert Meter weiter zeigte sich der Stadtbach in der Oberen Stadt im neuen Licht. Das Team um den Grafiker und Künstler Frank Fischer hatte beiderseits des Bachs zwischen Rathausplatz und Kneippanlage Fackeln platziert. Von dort aus trieben über 150 Lichterwünsche bis zum Mühlrad der ehemaligen Preisinger Mühle. Ein stimmungsvoller Anblick, den viele Schaulustige auf den Brücken andächtig verfolgten.

Der Samstag bot ab 10 Uhr in der Innenstadt bis zum großen Finale, der Verleihung der von Geschäftsleuten gesponserten und mit je 400 Euro dotierten Publikumspreise, ein ähnliches Bild. Im Bereich Entertainment siegte die Gruppe „Keulikaze“. In der Sparte Jonglage wurde „Mantega“ an die Spitze gewählt und Mario Richter sicherte sich im Bereich Zauberei den ersten Platz. „Innerhalb von zwei Tagen haben die Jungs 48 Shows auf die Straße gebracht. Das hat richtig gebrannt“, zog der Sprecher der Zauberer „Fünfseenlands“ Thomas Gerloff begeistert Resümee. Die Meinung eines Gruppe aus Burggen fiel ebenfalls positiv auf. „Eine Superidee mit Spitzenkünstlern. Das war große Klasse“.

Von Georg Müller

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