Gehälter bei Aerotech steigen um 3,4 und 2014 um weitere 2,2 Prozent

"Die Leute haben es einfach verdient"

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Beim Warnstreik vor den Aerotech-Werkstoren wurde die Belegschaft vom Betriebsratsvorsitzender Klaus Kees auf die Tarifrunde eingeschworen.

Peißenberg – „Ja, ja, ja jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttosozialprodukt“, dröhnte der Kultsong aus den Lautsprechern, als die IG Metall am vergangenen Dienstag vor den Werkstoren der Firma Aerotech zu ihrem zweiten und gleichzeitig letzten Warnstreik aufrief.

Es war quasi der Endspurt in der Tarifrunde 2013: Noch in der darauffolgenden Verhandlungsnacht sollten sich die bayerischen Spitzenvertreter von Arbeitgeber und Gewerkschaft auf einen neuen Tarifabschluss einigen. Demnach werden die Löhne und Gehälter in zwei Schritten steigen - zunächst um 3,4 und ab Mai 2014 um 2,2 Prozent. Aerotech sei zwar aufgrund der zurückliegenden Krisenjahre ein „Sonderfall“, doch wie Gewerkschaftssekretär Philip Kränsel bei der Kundgebung in Peißenberg betonte, habe die Belegschaft ihren Beitrag zur Konsolidierung geleistet. Die Lohnforderungen seien deshalb auch für die Aerotech-Mitarbeiter gerechtfertigt: „Die Leute haben es sich einfach verdient“, so Kränsel.

In das gleiche Horn stieß Aerotech- Betriebsratsvorsitzender Klaus Kees. Aufgrund der stetig steigenden Lebenshaltungskosten seien die Beschäftigten auf wachsende Einkommen angewiesen. Im Fall von Aerotech sieht Kees die Lohnerhöhung auch durchaus „leistbar“: „Wir haben zuletzt mehrere schwarze Monate gehabt. Die Entwicklung ist positiv.“ Bis März seien die Auftragsbücher „randvoll“ gewesen, ab 2014 werde der Betrieb zudem wieder in den Flächentarifvertrag zurückkehren. Eine generell niedrigere Lohnerhöhung für schwächelnde Betriebe wäre für Kees keine Alternative: „Das Problem darf nicht auf die Betriebsräte abgewälzt werden.“

Von Bernhard Jepsen

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