Streuobstaktion um Quitte und Walnuss erweitert: Jetzt bestellen

Für die sechste Streuobstbörse im Landkreis hat der Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege einen attraktiven Mix aus bewährten Sorten und interessanten Neuzüchtungen zusammen- gestellt. Erstmals sind in der Bestellliste zwei Walnuss- und eine Quittensorte zu finden. Bis Mitte August nehmen die Vorsitzenden der Gartenbauvereine Anmeldungen entgegen. Bestellt werden kann auch übers Internet.

Kreisfachberaterin Birgit Wehnert, die sich die Arbeitsstelle seit April mit Kollegin Heike Grosser teilt, hatte die Presse auf dem idyllisch gelegenen Hof der Familie Poelt in Peißenberg-Fendt über Neuerungen aufgeklärt. „Wir haben bewusst Sorten herausgesucht, die weniger anfällig für den sich immer mehr ausbreitenden Feuerbrand sind“, berichtete Wehnert. Ausgeschlossen werden könne eine Erkrankung der Bäume jedoch nie. „Berner Rosenapfel“, „Topaz“ und „Florina“ sind drei der 14 angebotenen Apfelsorten. Vier Birnen-, drei Zwetschkensorten, die Mirabelle „Bellamira“, Quitte „Cydora Robusta“ sowie zwei wohlschmeckende, kaum spätfrostgefährdete Walnüsse komplettieren das Sortiment für die Streuobstwiesen. Die Walnuss, knüpfte Kreisvorsitzende Gerda Walser an eine 2008 vom Kreisverband organisierte Aktion an, war im vergangen Jahr als „Baum des Jahres“ ins Blickfeld gerückt. Seit der ersten Streuobstaktion im Jahr 2000 sind im Landkreis über 5000 Obstbäume gepflanzt worden. Bis ein Baum guten Ertrag abwirft, braucht es je nach Standort drei bis fünf Jahre. Wer sich für die nächste Auslieferung Anfang November noch Bäume reservieren möchte, sollte seine Bestellung zügig abgeben. Bestellformulare gibt es im Internet unter www.gartenbauvereine-wm-sog.de. Ungespritztes Obst aus dem Landkreis Mehr Anbieter wünscht sich der Kreisverband für Gartenkultur und Landespflege für die Streuobstbörse, eine Gemeinschaftsaktion, die von den Kreisverbänden des Bund Naturschutz, Vogelschutz, der Imker und dem Landratsamt unterstützt wird. „Die Streuobstbörse ist noch zu wenig bekannt, dabei ist sie einfach zu handhaben“, wirbt Walser für die Idee. Wer seine Obsternte nicht selbst verwerten kann, bietet die Früchte über diese Börse den Verbrauchern in der Region an. Die Obstkäufer holen die ungespritzten Vitaminspender direkt beim Anbieter ab. Ein Verzeichnis mit den Adressen der Anbieter, die neben den gängigen Obstsorten teilweise auch Honig, Apfelsaft und Marmeladen verkaufen, ist im Internet auf den Homepages der Gartenbauvereine unter dem Stichwort „Streuobstbörse“ zu finden. Auskunft zu beiden Streuobstaktionen geben die Kreisfachberaterinnen Grosser und Wehnert unter Tel. 0881/681-1207.

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