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Streuobstwiese mit alten Obstsorten in Wessobrunn

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Von: Roland Halmel

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Streuobstwiese Wessobrunn
Auf der Wiese oberhalb der Staatsstraße am Wessobrunner Ortsende Richtung Rott soll eine neue Streuobstwiese mit vielen alten Obstsorten entstehen. © Halmel

Wessobrunn – Weltweit gibt es Schätzungen zufolge rund 20 000 Apfelsorten. Im Handel findet sich jedoch nur ein Bruchteil davon. Mengenmäßig sind nur etwa zwanzig Sorten von Bedeutung. Vielerorts gibt es aber noch zahlreiche in Vergessenheit geratene Obstsorten. Genau solche sollen auf einer neu entstehenden Streuobstwiese in Wessobrunn gepflanzt werden.

Das rund ein Hektar große Grundstück befindet sich oberhalb des Gasthofs zur Post und der Staatsstraße nach Landsberg am Ortsende. Auf dieser Wiese, auf der auch ein Schaugarten entstehen soll, befinden sich bereits etwa zehn alte Obstbäume. Rund 40 bis 60 Bäume sollen nun im Herbst 2023 auf dem Gelände gepflanzt werden.

Welche Äpfel und Birnen künftig im Erhaltungsgarten in Wessobrunn wachsen sollen, steht laut Johann-Christian Hannemann, der als Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege das Projekt seitens des Landkreises Weilheim-Schongau betreut, noch nicht genau fest. Der Fokus liegt aber auf Sorten aus dem Landkreis.

Der geplante Schaugarten in Wessobrunn ist Teil des „Apfel.Birne.Berge“-Projekts, bei dem in jedem der beteiligten Landkreise mindestens ein Sortenerhaltungsgarten entstehen soll. In der neuen Anlage sind laut Hannemann Baumschnittkurse oder Verkostungen geplant.

Vorgesehen ist zudem, dass Besucher von den Wessobrunner Bäumen künftig Edelreiser beziehen können, um selbst Bäume zu veredeln oder um eine Baumschule mit einer Veredelung zu beauftragen. Unterstützt wird das Vorhaben auch von der Gemeinde, die das Gelände von dem Eigentümern, den Missions-Benediktinerinnen in Tutzing, pachten wird. „Diese Streuobstwiese kann als Fläche für das gemeindliche Ökokonto hinzugerechnet werden“, berichtete Wessobrunns Bürgermeister Georg Guggemos. Der Rathauschef sieht zudem noch einen anderen, größeren Vorteil für die Klostergemeinde. „Der neue Garten ist ein Prestigeprojekt, auf das wir sehr stolz sind“, freute sich Guggemos.

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