Mehrgenerationenhaus lädt zum Stricken in geselliger Runde ein

Schick in Strick

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Diese Hände stricken gerade eine ärmellose Weste, im Hintergrund sind bereits fertige Handarbeiten zu sehen.

Weilheim – Auf dem großen Holztisch liegen Wollknäuel in den verschiedensten Farben, Stricknadeln unterschiedlicher Größe und schon fertig gestrickte Handarbeiten. Der Duft von frischem Kaffee liegt in der Luft, es wird gelacht und geratscht. Es ist Dienstagnachmittag im Mehrgenerationenhaus. Für drei Damen aus Weilheim ist Stricken angesagt

„Ich habe mit 13 Jahren in der Schule angefangen zu stricken. Für Kleidung war nicht so viel Geld da, deswegen habe ich gestrickt, damit ich etwas Schönes zum Anziehen hatte“, erzählt eine freundliche Dame im Rentenalter, die ganz nebenbei eine Weste strickt. Neben ihr sitzen noch zwei weitere Damen, etwa im gleichen Alter, die sich amüsiert unterhalten und gleichzeitig stricken. Sie kommen jeden Dienstag hierher, bilden den festen Kern der „Strickeria“. Strickeria, ein Mix aus Strick und Cafeteria, wurde vor mehreren Jahren von einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin des Mehrgenerationenhauses ins Leben gerufen.

Monika Funk, Geschäftsführerin des Caritasverband für den Landkreis Weilheim-Schongau e.V., betont: „Schon seit vielen Jahren hat sich die Strickeria etabliert. Es ist ein Ort der Begegnung, an dem das gemeinsame Instrument die Stricknadel ist.“ Besonders dabei: Es gibt keinen Leiter der Gruppe. Jeder strickt für sich, in seinem Tempo, was und wie er will und das immer zusammen in der gemütlichen Runde. Dabei wird auch ab und zu gehäkelt – eben Handarbeit verrichtet. Zwischendurch wird Kaffee getrunken und Kuchen gegessen, gelacht und geredet.

Das Mehrgenerationenhaus Weilheim bietet hierbei die räumliche Möglichkeit, für die Strickeria besteht keine Anmeldepflicht. „Es ist ohne Zwang. Wir sind ein offener Kreis, alle sind willkommen“, sagt eine Dame, die schon seit zwei Jahren regelmäßig mit dabei ist.

Eine der drei Damen ist gerade dabei Filzhausschuhe anzufertigen. „Die sind unheimlich warm, das ist reine Wolle“ , erzählt sie. Allein in drei Jahren hat sie knapp 150 Paar Filzhausschuhe hergestellt. Ihre „Werke“ sind für sie selbst und die eigene Familie, sind aber auch für soziale Projekte begehrt.

Eine Voraussetzung der Strickeria ist, dass der Teilnehmer bereits stricken kann. Der nächste Termin ist am Dienstag, 10. Oktober, im Mehrgenerationenhaus. Beginn ist um 15 Uhr. Mehr Infos unter Tel. 0881/909590-0.

Von Maria Lindner

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