"Stunde der Wintervögel" findet von 9. bis 11. Januar zum zehnten Mal statt

Zählaktion feiert Jubiläum

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Zwar zählte das Rotkehlchen 2014 im Landkreis nicht zu den zehn häufigsten Vögeln, dennoch ist es in vielen Gärten anzutreffen.

Landkreis – Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) ruft von 9. bis 11. Januar mit seinem Partner NABU in Bayern bereits zum zehnten Mal zur „Stunde der Wintervögel“ auf. Im letzten Jahr haben im Landkreis rund 340 Vogelfreunde mitgemacht und dabei mehr als 7 400 Vögel beobachtet.

Mit 1 028 Tieren hatte die Kohlmeise im Raum Weilheim-Schongau im Vorjahr den Schnabel vorne; sie war in 85 Prozent aller Gärten anzutreffen. Feld- und Haussperling belegten Platz zwei und drei. Nachdem es den häufigen Vogelarten wie Sperlingen und Finken zunehmend schlechter geht, ist die Mitmachaktion wertvoller denn je. „Denn auch die Zahlen der Stunde der Wintervögel belegen den Rückgang von Haussperling und Grünfink“, erklärt LBV Regionalgruppen-Vorsitzender Hans-Joachim Fünfstück. Ein Trend, der sich im Vorjahr auch zwischen Ammer und Loisach bestätigte: Mit nur 310 gesichteten Grünfinken brachen sie hier auf ein Drittel des Vorjahreswerts ein.

„Insgesamt war die Natur 2014 gut zwei Wochen früher am Werk. Deshalb wird es zum Jubiläum sehr spannend“, sagt Fünfstück. Er glaubt, es könnte die bayerische Vogelhitparade möglicherweise durcheinanderwirbeln. „Dank der milden Witterung konnten viele Gartenvögel wie die Kohlmeise oder die Amsel sogar drei Mal brüten. Vielleicht können einige Arten dadurch ihren allgemeinen Negativtrend leicht abfedern.“

Von jeder Vogelart wird die jeweils gleichzeitig beobachtete Höchstanzahl notiert, die in einer Stunde entdeckt wird. Die Zahlen können im Internet unter www.stunde-der-wintervoegel.de gemeldet werden. Auch per Post (Einsendeschluss: 19. Januar) und unter der kostenfreien Nummer 0800/115 7 115 (10. und 11. Januar von 10 bis 18 Uhr) ist die Meldung möglich.

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