Süßer und aromatischer Weilheimer – Mathias Markls "Roter Weilheimer" ist eine offizielle, geschützte Apfelsorte

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KATHARINA GSÖLL, Weilheim – „Mittelgroß, flachkugelig, mittel bis stark gerippt, tiefe Kelchgrube, geringe Berostung, Deckfarbe ist rot bis dunkelrot, fest, süß und aromatisch“ – so liest sich die Beschreibung des „Roten Weilheimers“. Dieser echte Weilheimer Apfel wurde von Mathias Markl in einem jahrelangen und aufwändigen Verfahren gezüchtet. „1991 habe ich im Lehrgarten des Vereins der Garten- und Blumenfreunde am Narbonner Ring zwei Sorten gekreuzt: den ,Roten Berlepsch’ und den ,Roten Eiser’, eine sehr robuste Sorte, die bereits im 16. Jahrhundert angebaut wurde“, berichtet Markl. Damals sei ein absolutes Frostjahr gewesen, weshalb keiner der Apfelbäume im Lehrgarten Früchte getragen habe. Nur am „Roten Weilheimer“-Baum habe ein Apfel mit sechs Kernen gehangen, die Markl einzeln in Töpfen auf seiner Fensterbank aussäte. Aus dem dritten dieser sechs Kerne spross der Baum, der nun am Prälatenweg von Markl, Bürgermeister Markus Loth und Stadtrat und Grünflächenreferent Rupert Pentenrieder gemeinsam gepflanzt wurde. „Er ist gesund seit dem ersten Tag“, sagt Markl. Der Sorte „Roter Weilheimer“, auch „Berleis“ genannt, wurde im November 2008 der deutsche Sortenschutz erteilt, im Januar diesen Jahres auch der Schutz der EU. Pflanze und Frucht sind widerstandsfähig gegen Schorf, Mehltau und werden von Blattläusen und Apfelwicklern gemieden. So konnte Markl im Jahr 2002, trotz des großen Unwetters damals im Landkreis, etwa zehn Kilogramm vom „Roten Weilheimer“ ernten. „Und nach der Ernte im Oktober lassen sie sich sehr gut einlagern“, weiß der Züchter. „Die letzten Äpfel essen wir immer im Mai.“

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