Super Stimmung unterm Regenschirm – Gästeschub am Nachmittag sichert Erfolgsbilanz des Weilheimer Oberstadtlerfestes

Als die großen Trommeln riefen kamen die Festgäste in Scharen. Fotos (9): Müller

Zu Beginn sah alles nach einem sehr, sehr nassen Sommerfest ohne große Stimmung aus. Doch während tagsüber witterungsbedingt zu wenig Publikum zum Oberstadtlerfest kam, wurde dies am Nachmittag und Abend wettgemacht.

Als der Trommlerzug des Heimat- und Trachtenvereins nach einer ersten Absage wegen Schnürlregens gegen 11 Uhr dann doch unverdrossen über die Erlebnismeile marschierte, tröpfelte es noch. Bei den Vorbereitungen der Standbetreiber zählten die Regenschutzmaßnahmen zu den wichtigsten und bei den ersten wenigen Besuchern die Schirme und Capes, je größer desto besser, zur Standardausrüstung. Zahlreiche Absagen – die Tanz- und Artistengruppen konnten wegen des zu glatten Untergrunds nicht auftreten, die Sambatänzerinnen waren in einen Unfall verwickelt worden – ließ die Mienen der Organisatoren immer düsterer werden. Doch Humor ist ja bekanntlich, wenn man trotzdem lacht. Die eher triste Stimmung sollte sich am späten Nachmittag im Halbstundentakt Zug um Zug erhellen. Sobald der Regen aufhört hatte, füllten sich die leeren Biertischgarnituren mit Gästen in Feierlaune. Zuerst dräng- ten sich die Besucher noch unter die großen Schirmen, später waren nur noch wenige Plätze frei. Darauf reagierten die beteiligten Vereine mit großer Flexibilität. Die Auftritte von „Pura Vida“, den „Funny Artists“, den Alphornbläsern und Rhönrädern waren dicht umlagert von applaudierenden Festgästen. Das gleiche Bild zeigt sich bei den munter aufspielenden Bands „Rowa Ash“, den „Weidachtalern“ und „Take Two“ auf der Hauptbühne über dem beleuchteten Stadtbach. Vor allem bei ihren Schmusesongs und „Ohrwürmern“ taute das Publikum auf. Die Stimmung stieg. Es wurde geklatscht, mitgesungen und getanzt, erst auf der Straße, dann auf der Bühne. Gegen 19 Uhr hatte der Rhythmus des Weilheimer Oberstadtlerfestes alle Gäste erreicht. Väter tanzten ausgelassen mit ihren Töchtern, Freundinnen miteinander, der „Bär“ war los in Weilheims Oberer Stadt. Zu später Stunde steigerte sich die super Stimmung noch einmal. Das Oberstadtlerfest machte seinem Namen, trotz des Wetterpechs, alle Ehre. Am Morgen darauf zog Initiatorin Christine Sußbauer eine positive Bilanz. „Der Abend hat sich super entwickelt. Überall, wo die Bands spielten oder Auftritte stattfanden, standen die Besucher dicht an dicht. Wir müssen zwar erst die Nachbesprechung abwarten, aber ich glaube, dass unterm Strich alle zufrieden waren. Ich hoffe und glaube, wir machen nächstes Jahr weiter“, gab sich Sußbauer im Gespräch mit unserer Zeitung zuversichtlich.

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