Stadttheater geht an die frische Luft

lm "Teatro Coronato"  lässt sich gemeinsam Kultur erleben

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„Wir sind bescheiden und machen das, was vernünftig und notwendig ist“, heißt in Corona-Zeiten die Devise von Theatermacher Andreas Arneth und Regisseurin Yvonne Brosch.

Weilheim – Geht es Ihnen ähnlich? Nach gefühlt langen Wochen eines deutlich reduzierten Lebens verspürt man richtig Lust auf Kultur. „Ja, es gibt wieder Theater in Weilheim“, verkündet Andreas Arneth. Ab Sonntag, 12. Juli, bis in den September hinein, auf kleiner Freilichtbühne und nach sorgfältig ausgeklügelten, Corona-conformen Spielregeln.

„Trotzig klingt der Titel ‚Teatro Coronato‘ allemal, vielleicht etwas pathetisch. Aber so muss Theater schon mal klinge(l)n dürfen. Wir alle brauchen das jetzt!“, ist Theatermacher Arneth überzeugt:„ ‚Teatro Coronato‘ – das könnte heißen: Theater mit der Krone auf dem Kopf oder bekröntes Theater oder sogar (von Erfolg) gekröntes Theater. Ach, wäre das schön!“

Gemeinsam mit Regisseurin Yvonne Brosch hat Arneth für die Sommerwochen ein unterhaltsames Programm auf die Beine gestellt: Mit lustigem Familienstück, musikalischer Revue mit literarischen Szenen, gesungener Gala, spritzigen Komödien und zwei Eigenproduktionen. Weitere Veranstaltungen sind in Planung. Gespielt wird nördlich der großen Hochlandhalle im Hof zwischen Stallung und Gastwirtschaft. Das „Teatro Coronato“ hat 30 bis 40 Sitzplätze; Maske nicht vergessen! Speisen und Getränke zum Mitnehmen an die Plätze halten die Wirtsleute der Stadthalle bereit. Und wenn es regnet? Kann kurzfristig in die Hochlandhalle ausgewichen werden.

Die Platzreservierung erfolgt ausschließlich per E-Mail unter info@stadttheater-weilheim.de oder unter Tel. 0152/56570359. Einfach eine E-Mail mit Namen des Bestellers, gewünschter Vorstellung und einer Telefonnummer, die zurückgerufen werden kann, senden. Der Eingang wird zeitlich erfasst. „Wir rufen zurück“, erklärt Arneth. Die Plätze werden chronologisch vergeben, der Betrag überwiesen.

Arneth ist froh, den Kulturfreunden eine Alternative bieten zu können, denn: „Die Leute wollen nicht allein lachen und weinen. Sie können hier gemeinsam Theater erleben.“ Den Namen „Teatro Coronato“ hat er sich gleich schützen lassen. Mit seinem „Experiment“ will der Leiter des heimischen Stadttheaters auch Künstler unterstützen, die wegen Corona in wirtschaftliche Not geraten sind:„Wir müssen schauen, dass sie wieder arbeiten können.“

Das Programm

Sonntag, 12. Juli, 15 und 18 Uhr: Der Sängerkrieg der Heidehasen von James Krüss. Musik von Rolf Wilhelm mit Marina Granchette, Burkhard Kosche, Georg Roters, Regie: Dominik Wilgenbus, Gastspiel Hofspielhaus München.

Freitag, 24. Juli, 20.30 Uhr: Großstadtliebe. Musikalische Revue mit literarischen Szenen, gesungen, rezitiert, gespielt von Marina Granchette und Sabine Lorenz. Piano: Martin Steinlein.

Samstag, 25. Juli, 20.30 Uhr: Potpourri. Große Gala auf kleiner Bühne. Musical, Operette, Chanson, gesungen von Marina Granchette und Torsten Frisch.Piano: Martin Steinlein.

Freitag, 31. Juli, (Premiere) und Samstag, 1. August, 20.30 Uhr: Anna sagt was. Eine Brandrede aus dem Theater. Komödie von Peter Schanz. Die Theater-Souffleuse Anna steigt aus ihrem Souffleurkasten und packt aus. Es spielt Astrid Martiny. Inszenierung: Yvonne Brosch.

Sonntag, 2. August, 21.30 Uhr und Freitag 7. August, 20.30 Uhr: Gretchen 89 ff. Komödie von Lutz Hübner. Bekannte Gretchen-Szene aus Goethes Faust (Seite 89 ff.) kann man unterschiedlich interpretieren. Es spielen Daniela Voß und Uwe Kosubek. Inszenierung: Marion Niederländer.

Samstag, 8. August, 20.30 Uhr: Großstadtliebe. Musikalische Revue mit literarischen Szenen.

Sonntag, 9. August, 20.30 Uhr: Anna sagt was.

Freitag, 14., und Samstag, 15. August, 20.30 Uhr: Zwoa wia Bonnie und Clyde. Das berühmteste amerikanische Gangster-Paar in einer Komödie von Tom Müller und Sabine Misiorny, überarbeitet und ins Bairische übersetzt von Stefan Voglhuber, mit Teresa Sperling, Stefan Voglhuber.

Sonntag, 16. August, 20.30 Uhr: Anna sagt was.

Freitag, 21. (Premiere) und Samstag, 22. August, jeweils 20.30 Uhr: Der Heiratsantrag. Ein komischer Einakter des russischen Meister-Dramatikers Anton Tschechow. Es spielen mit Winfried Hübner, Sabine Lorenz und Timo Alexander Wenzel. Inszenierung des Einakters: Yvonne Brosch.

Freitag, 28. August, 20.30 Uhr: Der Tod is ned oiwei lustig. Werner Eggenhofer, Boandlkramer aus der Weilheimer Brandner-Kaspar-Inszenierung von 2019, erklärt, warum der Tod zwar nicht immer, aber meistens recht lustig ist. Literarischer Abend mit Zupfinstrument.

Samstag, 29., und Sonntag, 30. August, 20.30 Uhr: Der Heiratsantrag.

Freitag, 4. September, 20.30 Uhr: Anna sagt was.

Samstag, 5. September, 20.30 Uhr: Potpourri. Große Gala auf kleiner Bühne.

Sonntag, 6. September, 20.30 Uhr: Der Heiratsantrag, Einakter.

Von Maria Hofstetter

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