Gelungener Auftakt

Teatro Coronato eröffnet mit La Mandragola

Teatro Coronato mit La Mandragola
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Am Ende sind alle – irgendwie – zufrieden (v.li.): Nicia (Werner Eggenhofer), die Zofe und Diener Siro (Natalie Seitz und Ruben Hagspiel), sowie Lucrezia und Callimaco (Katharina von Harsdorf und Benjamin Hirt).
  • VonBianca Heigl
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Weilheim – Es war schon im vorigen Jahr ein Lichtblick in Pandemie-Zeiten und auch heuer hat Andreas Arneth das Teatro Coronato auf die Beine gestellt, um wieder Kultur für alle möglich zu machen. Mit Niccolò Machiavellis Meisterkomödie „La Mandragola“ kam dabei ein Stück auf die Bühne, das in seiner heiter-frivolen Art dem Anspruch leichten Sommertheaters bestens gerecht wurde.

Die Handlung ist verzwickt: Der Florentiner Callimaco ist verliebt in Lucrezia, die junge schöne Frau seines Nachbarn Nicia. Dieser, ein alter, reicher Mann, beklagt die Kinderlosigkeit seiner Ehe. Mit einer List und tatkräftiger Unterstützung seines Dieners Siro gelingt es Callimaco, Nicia Glauben zu machen, dass er Arzt sei und ein Mittel kenne, dass den Kinderwunsch wahr werden lassen könnte. Allerdings sei die Medizin aus der Mandragola, die Lucrezia nehmen müsste, für denjenigen, der den ersten sexuellen Kontakt mit ihr hat, sehr gefährlich. Deshalb müsse man die fromme Lucrezia dazu bringen, mit einem anderen Mann intim zu werden. Und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.

In der Rolle des Nicia überzeugt ein brillanter Werner Eggenhofer, der das Spiel des Callimaco (Benjamin Hirt) zu spät durchschaut aber doch toleriert, um finanzielle Einbußen – Florenz plant eine hohe Steuer für Kinderlose – zu vermeiden. Treibende Kraft und findiger Ränkeschmied ist Callimacos Diener Siro, herrlich durchtrieben dargestellt von Ruben Hagspiel, der schließlich den Reizen der schönen Zofe Lucrezias (Katharina von Harsdorf) erliegt. Diese wiederum wird von Natalie Seitz mit viel Witz und zupackendem Charme verkörpert. Callimaco wird so vom schmachtenden Liebhaber aus der Ferne zum Erhörten, die schöne Lucrezia streift angesichts der Leidenschaft ihre tugendhaften Bedenken gänzlich ab. Mit dieser Inszenierung gelang Yvonne Brosch wieder ein kurzweiliger Theaterabend mit Humor und Tiefgang, das ganze in einem schlichten, die Handlung tragenden Bühnenbild aus der Werkstatt von Andreas Arneth.

Weitere Spieltermine, Infos und Karten gibt es auf der Website des Stadttheaters.

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