Ausnahmezustand in Etting

Über 300 Einsatzkräfte proben bei einer Teilübung des Katastrophenschutzes den Ernstfall

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Die Menschenrettung hat bei der Übung oberste Priorität.

Etting/Landkreis – Folgendes Szenario: Ein Kleinflugzeug mit vier Passagieren stürzt in einem Wald im Gemeindegebiet von Etting ab und zerschellt in Einzelteile.

Eben dieses Ereignis hatte sich am vergangenen Freitag zugetragen, nicht in der Realität, sondern als Übung des Katastrophenschutzes. Insgesamt waren über 300 Einsatzkräfte von Bergwacht, BRK, THW, Polizei und Feuerwehren aus dem Landkreis bei der Übung dabei.

Bildergalerie: Katastrophenschutzübung in Etting

 © Laura Balser
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Kreisbrandmeister Stefan Himml erklärt, dass es verschiedene Schadensstellen gebe, die sich auf mehrere hundert Meter verteilen. Des Weiteren seien die Wrackteile des Flugzeugs vereinzelt in Flammen aufgegangen und eine Wandergruppe von 15 Personen von dem Absturz getroffen worden. „Momentan sind die Feuerwehren und Rettungskräfte dabei, die Wrackteile und die Verletzten zu finden, erstzuversorgen und anschließend in die Krankenhäuser zu bringen“, berichtet Himml. Dabei müssen die Männer und Frauen unter erschwerten Bedingungen arbeiten, da die Übung bei Nacht und Nebel durchgeführt wird. Hinzu kommt, dass die Wege zu den Einsatzstellen sehr eng sind und durch unwegsames Gelände führen, was die Arbeit im Wald zusätzlich erschwert und eine exakte Koordinierung erfordert. „Wenn man die Wrackteile findet, hat die Menschenrettung oberste Priorität und steht immer vor der Rettung von Sachwerten“, so Himml weiter. Nach der Versorgung der Verletzten geht es an die Brandbekämpfung. Himml betont, dass bei solchen Bedingungen auch eine entsprechende Ausleuchtung der Einsatzstelle wichtig ist.

Da es nicht einfach ist, über 300 Einsatzkräfte in einer solchen Ausnahmesituation an die richtigen Stellen zu schicken, werden vom Führungsstab immer wieder Koordinaten und weitere wichtige Informationen über Funk an die Einsatzkräfte im Wald weitergegeben.

Laut Walter Weber, beim Landratsamt für die öffentliche Sicherheit und Ordnung sowie für Brand- und Katastrophenschutz zuständig, ist die Übung grundsätzlich gut verlaufen. Er lobte die alarmierten Kräfte, die zügig am Einsatzort waren. Verbesserungsbedarf sieht er allerdings bei der Kommunikation. Ein solches Szenario ist laut Weber nicht an den Haaren herbeigezogen. Er erinnerte daran, dass schon einmal ein Militärhubschrauer bei Wildsteig abgestürzt ist.

Von Laura Balser

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