Tempo von Beginn an hoch gehalten – Deutschen Frauen verlieren in Peißenberg 0:3 gegen Finnland – 700 Zuschauer

In der Peißenberger Eishalle gab es in der Vergangenheit schon des öfteren Ländervergleiche. Ein Eishockey-Länderspiel der Damen fand in der Marktgemeinde bisher aber noch nicht statt. Der „Meco-Nations-Cup“ mit sechs Teams bot dazu aber Gelegenheit.

Die deutsche Damenauswahl traf dazu in Peißenberg auf die finnische Mannschaft. Fast 700 Zuschauer verfolgten das Spiel, das die heimische Truppe von Trainer Peter Kathan am Ende mit 0:3 verlor. „Wir waren heute mit dem ersten und dem letzten Drittel sehr zufrieden. Nach dem starken zweiten Drittel der Finninnen hat das Team Moral gezeigt und weitergekämpft“, bilanzierte danach Deutschlands Team Manager Peter Gemsjäger. Auch Norbert Ortner, der Vorstand des Fördervereins Eishockeynachwuchs, der das Spiel in die Marktgemeinde holte, zeigte sich zufrieden. „Die Kulisse ist sehr ordentlich. Mehr als wir erwartet haben“, freute er sich über den guten Besuch. Etwas kritischer zeigten sich jedoch einige Besucher über die Vor-stellung auf dem Eis. „Das ist wie bei einem Jugendspiel“, kommentierte ein Eishockeyspieler aus der Oberliga das körperlose Spiel der beiden Damenteams. Ungeachtet dessen zeigten beide Auswahlmannschaften viel Einsatz und zudem hielten sie von Beginn an das Tempo hoch. In Sachen Zweikampfstärke, aber auch spielerisch und läuferisch, erwiesen sich die finnischen Damen jedoch klar überlegen. Die eher seltenen Offensivaktionen der Deutschen, darunter der Peißenbergerin Monika Bittner und der ehemaligen Peitinger Spielerin Julia Zorn, wurden vom Publikum jedoch sofort mit dankbarem Applaus quittiert. Ganz professionell zeigte sich auch Stadionsprecher Simon Lipp, der die Strafen und Tore nicht nur auf Deutsch sondern auch auf Englisch durchsagte. Da war es ihm auch zu verzeihen, dass er beim ersten Treffer der Gäste im ersten Durchgang noch vom Torschützen und nicht von der Torschützin sprach. Das war aber nicht der einzige Unterschied zwischen Damen und Herren Eishockey. „Die Damen duften besser“, erkannte Eishackler-Chef Rudi Mach beim Vorbeigehen.

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