Viele Farben trotz tristem Thema

Testzelt vor Stadtmuseum wird von Schülerzeichnungen geziert

Vor dem Testzelt auf dem Marienplatz: Josef Wiedemann, Ragnhild Thieler, Museumsleiter Dr. Tobias Güthner, Zweite Bürgermeisterin Angelika Flock, Markus Loth, Dritter Bürgermeister Alfred Honisch, Uta Orawetz und Marion Lunz-Schmieder.
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Bei der Ausstellungseröffnung von „Schülerzeichnungen zu Corona-Zeiten. Städtepartnerschaft im Krisenmodus“ (v.li.) Josef Wiedemann, Ragnhild Thieler, Museumsleiter Dr. Tobias Güthner, Zweite Bürgermeisterin Angelika Flock, Markus Loth, Dritter Bürgermeister Alfred Honisch, Uta Orawetz und Marion Lunz-Schmieder.

Weilheim – Es wirkt wie ein Hoffnungsschimmer in einer ungewöhnlichen Zeit. Schülerzeichnungen, welche sich mit der Corona-Pandemie beschäftigen, werden am Testzelt vor dem Stadtmuseum ausgestellt.

Hier treffen Gesundheitsschutz, Kunst und Städtepartnerschaft aufeinander, denn die fantasievollen Bilder sind das Ergebnis einer Zusammenarbeit der Weilheimer Schüler und der Kinder ihrer Partnerschule in Narbonne, Frankreich.

Corona aus Sicht einer Schülerin aus Narbonne.

„Keiner denkt an die Kinder“, begründet Marion Lunz-Schmieder, Stadtratsreferentin für Familie, Soziales und Städtepartnerschaft, ihre Intention zu dieser Ausstellung. Dabei sitze man im gleichen Boot und die Kinder sähen diese Situation mit ganz speziellen Augen. Mit diesen Bildern sollen die Schüler zu Wort kommen und ihre Erfahrungen mit Corona ausdrücken können: Sei es nun der geliebte Teddy, der eine Maske trägt, oder die epischen Virus-Wars der Menschen gegen Corona. Die Kinder kannten in ihrer künstlerischen Freiheit keine Grenzen. Insgesamt wurden es um die 80 Bilder und jedes einzelne hat seinen eigenen Charme. Die Idee zu dieser Ausstellung kam mit der Absage der Französischen Woche im letzten Jahr. Im November hätten die Bilder im Museum gezeigt werden sollen, doch coronabedingt musste eine andere Lösung gefunden werden. So entstand der Einfall, die Bilder an Wassertanks zu befestigen und diese dann um das Corona-Testzelt zu stellen. Die von Josef Wiedemann, Ortsvorsitzender Weilheim Handelsverband, gestellten Tanks wurden somit zur Ausstellungsfläche der Kunstwerke.

Eine kreative Idee zur Bekämpfung des Corona-Virus.

Ragnhild Thieler, Referentin für Kultur und Kunstausstellungen, betonte dabei, dass die Bilder nichts Erschreckendes sind. Mit viel Farbe und Freude haben die Kinder mehr Hoffnung als Angst widergespiegelt. Die Auffassung der Situation unterscheidet sich bei den Kindern aus Weilheim und Narbonne kaum. Sie alle sind von Zuversicht geprägt. Erkennbar wird das durch die vielen verwendeten Farben. Bürgermeister Markus Loth beschrieb die Ausstellung als „das verbindende Element, ein kleines Zeichen auf kultureller Ebene.“

Die Ausstellung wird, solange das Corona-Testzelt steht, fortgeführt. Außerdem sollen die Bilder später ins Archiv kommen, um die aktuelle Situation zeitgeschichtlich festzuhalten. Für alle Kunstliebhaber besteht außerdem die Möglichkeit, noch mehr Bilder der Nachwuchskünstler auf der Webseite des Museums zu sehen.

Von Mihriban Dincel

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