Theatergruppe des Heimat- und Trachtenvereins feiert 80. Geburtstag

Jubiläumsschwank voller Magie

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Der Ritt auf dem geklauten Besen will einfach nicht klappen.

Weilheim – Seit 80 Jahren erfreut die Laienspielgruppe des Heimat- und Trachtenvereins die theaterfreudigen Weilheimer Bürger. Im Jubiläumsjahr 2014 wurde mit der „Verhexten Hex“ das 121. Stück aufgeführt.

Noch vor Spielbeginn dankte Sprecher Xaver Kastl der Stadt, dem Stadtrat, den Sponsoren, Helfern und ehemaligen Mitgliedern der Theatergruppe für die gewährte Unterstützung. „Ich hoffe, dass wir auch künftig motivierten Nachwuchs finden und so auch noch in zehn Jahren beste Unterhaltung bieten können“, sagte er. Der ausgewählte Dreiakter von Ralf Wallner bot in der Tat beste magische Unterhaltung. Das dazu passend „hexenmäßige“ Ambiente ließ den Zauber noch überzeugender wirken.

Zaubersprüche, Zaubertränke, Blitz und Donner – sogar die Katze war als miauendes Stofftier vorhanden. Das engagierte Team überzeugte mit einer tollen Leistung, die sich im Verlauf des zweiten und dritten Aktes noch weiter steigerte.

Vor allem die weiblichen Darstellerinnen – die Dorfhexe „Buckl-Wally“, (Heidi Weinbuch), die Bürgermeistersgattin (Christa Entenmann), die Moserin (Bärbel Hanusa) und die Kauerin (Anita Kurzrock) – sorgten bei ihren Auftritten stets für umwerfende Mimik und Komik. Jugendlichen Schwung brachte das Liebespaar Burgl (Eva Abenthum) und Lorenz (Andreas Rohmer) ins Spiel. Auch die weiteren männlichen Parts – der Dorfpfarrer Johannes (Hans Schaberl), der Kartoffelbauer Kilian (Bernhard Kölbl), der Bürgermeister und Dorfwirt Bichlbauer (Herbert Weinbuch) – füllten ihre Rollen mit prallem, dörflichen Leben. Dem ersten Applaus für das liebevoll gestaltete Bühnenbild folgten noch viele weitere für die Darsteller.

Die Handlung: Die Dorfhexe, einerseits gefürchtet, wird andererseits bei Problemen oder Wehwehchen immer gern in Anspruch genommen. So auch vom Sohn des Bürgermeisters und der Ziehtochter des armen Kartoffelbauern. Die Verbindung ist undenkbar, also muss Zauberei wirken. Bürgermeister und Pfarrer hätten aus verschiedenen Motiven gern einen Wallfahrtsort. Auch hier muss ein Wunder geschehen. Die Hexe „Buckl-Wally“ kann zwar nicht wirklich zaubern, weiß aber klugen Rat. So kommt alles noch zu einem guten Ende. Das dankbare Publikum spendete nicht nur reichlich Beifall, sondern auch Geldbeträge. Der gesamte Erlös der Premierenaufführung – eine niedrige vierstellige Summe – ging ohne Abzüge direkt an die Ökumenische Sozialhilfe Weilheim. Weitere Aufführungen der Theatergruppe gibt es am 17., 18. und 19. Januar. Karten gibt es beim Kreisboten im Medienhaus, Tel. 0881/18967.

Von Georg Müller

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