Im Stück "Da braut sich was zsamm" spielen die Liebe und das Bier die Hauptrollen

Turbulenzen um den "Dachsbräu"

+
Opa Dachsenberger li. gibt Anderl und Quirin Tipps in Liebesfragen.

Weilheim – 500 Jahre Reinheitsgebot für die Bayerischen Bierbrauereien, da haben die Theaterer des Weilheimer Heimat- und Trachtenvereins die richtige Antwort gefunden. In ihrem neuen humorigen Dreiakter „Da braut sich was zsamm“ von Monika Nitschke, spielen das süffige Dachsbräubier und die Liebe die unangefochtenen Hauptrollen.

In der fast ausverkauften Premierenvorstellung wurde jedenfalls unter der Regie von Michael K. Albrecht nach Herzenslust intrigiert, spioniert, gestritten und gebusselt. Das Publikum hatte seine wahre Freude am Spiel und honorierte die Leistungen des Ensembles mit gebührendem Applaus.

Zwar wies Xaver Kastl in seiner Einführung ins Spiel jegliche Ähnlichkeiten mit lebenden Personen oder Namen zurück, aber das war spätestens zu Beginn des ersten Aktes vor der „Dachsbräu-Kulisse“ vergebene Liebesmüh. Geschadet haben die verneinten Ähnlichkeiten, unter anderem Merkel-Gesten und Handtasche, auch im Verlauf der Handlung jedenfalls nicht, ganz im Gegenteil. Besondere Anerkennung verdient die erkennbare Leistungssteigerung des gesamten Teams sowie das Mehr an Spielfreude, bis hin zum furiosen Finale.

Urkomische Situationen entstehen, wenn etwa die kratzbürstige Braumeisterin Vroni Dachsenberger (Magdalena Wühr) und ihre Schwester Irmi (Christine Abenthum) ihren Liebeskummer mit Bier betäuben oder Opa Ignaz seine in Sprüche verpackten Lebensweisheiten zum Besten gibt. Auch der schüchterne Brauergeselle Quirin Moser (Markus Abenthum) sowie der als Spion eingeschleuste Sohn des Großbrauereibesitzers Anderl Leitner (Michael Tafelmeier) spielen herzerfrischend. Zu nennen wären noch die Intrigantinnen Zenta Waldinger (Heidi Weinbuch) und die Gemeinderätin Walburga Pummerl (Bärbel Hanusa), die sich beide den Dachsbräu liebend gern unter den Nagel reißen würden und so zum Verwirrspiel beitragen.

Dass sich zum guten Schluss alle Liebenden finden und die Bösewichte enttäuscht werden, versteht sich. Der minutenlange Schlussapplaus und die Bravo-Rufe waren hoch verdient.

Weitere Aufführungen folgen am Freitag, 15., Samstag, 16., um 20 Uhr und am Sonntag, 17. Januar, um 15. Uhr. Karten gibt es beim Kreisboten Weilheim in der Sparkassen am Marienplatz oder unter Tel. 0881/686 -11 und -12.

Von Georg Müller

Auch interessant

Meistgelesen

"Der Tiger" ist wieder zu Hause
"Der Tiger" ist wieder zu Hause
Notlandung im Getreidefeld
Notlandung im Getreidefeld
Bauland wird immer teurer
Bauland wird immer teurer
Betrunkener 62-Jähriger kollidiert mit Gegenverkehr
Betrunkener 62-Jähriger kollidiert mit Gegenverkehr

Kommentare