22 Tore und 70 000 Euro kassiert – 6 000 Fans sehen Benefizspiel des FC Bayern gegen den TSV Pähl

Äußerst begehrt bei den Autogrammjägern war der Pähler Thomas Müller. Fotos (9): Halmel

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ROLAND HALMEL, Pähl/Penzberg – Kaiserwetter, obwohl der Kaiser fehlte. Bis auf Franz Beckenbauer war beim „Jahrhundertspiel“ des FC Bayern gegen den verstärkten TSV Pähl im Penzberger Nonnenwaldstadion alles da was beim Rekordmeister Rang und Namen hatte. Ribery und Co zogen bei strahlendem Sonnenschein die Massen an. Mit 6 000 Bayern-Fans, die ihre Lieblinge einmal hautnah erleben wollten, platzte das Stadion förmlich aus allen Nähten. Trotz des Massenauflaufs, zahlreiche Zaungäste verfolgten das Spiel, das die Bayern mit 22:1 gewannen, sogar hinter der Absperrung, verlief alles in normalen Bahnen. Die Polizei und die Sicherheitskräfte verlebten einen ruhigen Tag. „Die Stimmung war friedlich und überaus heiter“, urteilte Robert Wandel, der Chef des TSV Pähl. Auch die Bayern-Spieler sind alle ganz locker drauf“, ergänzte Wandel, der sich durch das Benefizspiel zugunsten des Turnhallenbaus in Pähl über rund 70 000 Euro in der Kasse freuen durfte. Rund 350 Helfer aus Pähl und vom FC-Bayernfanclub aus Sindelsdorf sorgten dafür, dass sich die Profis wohl fühlten und das es mit der Bewirtung klappte. „Uns gingen fast die Getränke aus“, schmunzelte Wandel. Grund zum Strahlen hatten auch die zahlreichen Autogrammjäger, die die Ballkünstler der Bayern auf dem Weg von und zur Kabine abpassten um sich eine Unterschrift zu ergattern. Besonders beliebt war Thomas Müller, der sich in der ersten Hälfte ein Familienduell mit seinem Bruder Simon, der für den TSV Pähl spielt, lieferte. Einmal trug sich der Nationalspieler auch in die Torschützenliste ein. Dazu gab es in der Pause noch einen fachlichen Kommentar zur Vorstellung des TSV. „Nach vorne spielen sie ganz ordentlich, aber hinten sind sie anfällig“, grinste Müller nach dem 0:11 Pausenstand. Während seine Teamkollegen in der Kabine weilten stand Müller als Torhüter seinen Mann. Beim Elfmeterschießen mit Prominenz aus ausgelosten Zuschauern bewies er auch sein Können. Sowohl Pähl Bürgermeister Werner Grünbauer als auch sein Penzberger Amtskollege Mummert brachten den Ball nicht an ihm vorbei. „Ich habe ja auch die Handschuhe von Manuel Neuer an“, erklärte Müller, während sich der Nationaltorhüter zusammen mit Fans bereitwillig ablichten ließ. Die Bayern-Anhänger, ausgerüstet mit Trikots, Fahnen und Bannern, durften sich über 90 Minuten über ein spielfreudiges und torhungriges Starensemble erfreuen. Besonders Nils Petersen wusste sich mit seinen sieben Treffern in den Vordergrund zu rücken. Nach dem Wechsel wirbelte Franck Ribery durch die sich wacker wehrende Pähler Abwehr. Wobei es die Bayern nicht ganz bierernst nahmen und manche Chance ausließen. Bastian Schweinsteiger deutete nach einer verpassten Großchance gestenreich und mit einem Lächeln an, dass er ausgewechselt werden möchte. Sein Coach Jupp Heynckes verfolgte das Treiben auf dem Platz derweil mit stoischer Ruhe. Nur eine eifrige Filmerin, die ihm die Sicht verstellte, brachte ihn kurzzeitig in Wallung. Seine Bilanz fiel letztlich positiv aus. „Viele schöne Tore. Wir haben dem Publikum was geboten“, befand der Bayern Coach. Nicht ganz zufrieden zeigten sich die Pähler. „Unser Ziel war weniger als zwanzig Gegentore“, meinte Spielertrainer Peter Krems, der als Torhüter selbst Schwerstarbeit zu verrichten hatte und einige Großchancen der Münchner vereitelte. Grund zum Jubel gab es aber auch beim Kreisklassisten. Christian Mühlbauer erzielte in der zweiten Hälfte den Ehrentreffer der Pähler zum zwischenzeitlichen 14:1.

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