Totgesagte leben länger

Erfolgreicher Block: Die Penzinger Volleyballerinnen trumpften am letzten Spieltag groß auf. Foto: kb

Die Penzinger Volleyballerinnen hatten nur noch diese eine Chance, um den direkten Abstieg aus der Landesliga zu verhindern – und die nutzten sie. Mit zwei Siegen (3:2, 3:0) gegen die letztjährigen Bayernliga-Absteiger aus Bad Grönenbach und Lenggries rutschte die Mannschaft von Trainer Juri Olbrich um zwei Plätze nach oben. Nun geht es bei den Relegationsspielen am 10. April darum, ob Penzing auch nächstes Jahr in der Landesliga spielt.

Nachdem die Penzinger Volleyball-Damen fast die gesamte Saison auf dem letzten Tabellenplatz standen, mussten beim letzten Spieltag in heimischer Halle zwei Siege her, um den Sprung auf den Relegationsplatz zu schaffen. Diese Vorgabe erfüllten die FCP-Mädels dieses Mal eindrucksvoll. Vor dem ersten Spiel gegen die „Füchse“ aus Lenggries schwor Trainer Juri Olbrich die Mannschaft noch einmal ein: „Heute geht es hauptsächlich darum, mit Spaß zu spielen und zum Saisonabschluss ein gutes Spiel abzuliefern.“ Dass die Mannschaft das so erfolgreich in die Tat umsetzten würde, das dachte wohl niemand. Im ersten Satz begann das Spiel noch etwas schleppend, und Penzing lag nach der ersten Satzhälfte schon mit acht Punkten zurück. Das konnte nicht mehr aufgeholt werden. Aber die Mannschaft rund um Zuspielerin Romana Kohlhund, die an diesem Tag ein gutes Händchen bewies, ihre Angreiferinnen gekonnt in Szene setzte und auch schwierige Bälle noch rettete, gab nicht auf. Nachdem der zweite Satz aus Sicht der Penzingerinnen eindeutig besser begann, wuchs das Selbstvertrauen im Team. Druckvolle Aufschläge zwangen die Gegnerinnen zu vielen Eigenfehlern und im Gegenzug machte Penzing selbst wenig Fehler und dafür umso mehr Punkte durch ein variables Angriffsspiel. Die Sätze zwei und drei gingen deshalb überaus verdient an die Heimmannschaft. Im vierten Satz lag man durch eine Aufschlagserie der Gäste von Anfang an zurück und schaffte es nicht, diesen Rückstand aufzuholen. Wieder einmal musste das Spiel im fünften Satz entschieden werden. Alle Spielerinnen zeigten jetzt nochmal Kampfgeist, denn es war klar, dass gegen die sonst kämpferisch sehr starken Lenggrieserinnen an diesem Tag ein Sieg drin war. Wiederum profitierten die Penzinger von der hohen Eigenfehlerquote der Gäste, die mit der niedrigen Halle nicht zurechtkamen. Lautstark angefeuert von den Auswechselspielerinnen und den Fans machten die FCP-Mädels konzentriert und effektiv einen Punkt nach dem anderen auf dem Weg zum so wichtigen 3:2 Sieg. Das zweite Spiel des Tages verlief völlig anders als erwartet. Die Mannschaft aus Bad Grönenbach fand von Anfang an nicht zu ihrem Spiel. Unter anderem durch druckvolle Aufschläge und eine gute Annahme- und Abwehrleistung setzte Penzing die Allgäuerinnen unter Druck. Die FCP-Angreiferinnen versenkten den Ball ein ums andere mal mit harten Angriffen und geschickt gesetzten Lobs im gegnerischen Feld. Als sie im zweiten Satz auch nicht auf mehr Gegenwehr stießen, war nur noch wichtig, sich davon nicht beeinflussen zu lassen und das eigene gute Spiel durchzuziehen. Das gelang. Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung mit keinerlei Abstimmungsschwierigkeiten ging auch der zweite Satz ungefährdet an die Gastgeberinnen. Im dritten Satz hatten die Gäste dann kaum noch was entgegenzusetzen. Das Penzinger Spiel blieb sehr ausgeglichen und ließ dem Gegner keine Chance zurück ins Spiel zu finden. 3:0 lautete das unerwartet deutliche Ergebnis dieses Spiels. „Heute hat einfach alles gepasst. Ich bin so stolz auf die Mannschaft“, freute sich Trainer Juri Olbrich. Als zwei Stunden später dann die Ergebnisse der anderen Begegnungen feststanden, war der Jubel grenzenlos, denn der Relegationsplatz war nun sicher. „Wenn am 10. April eine ähnliche Leistung abgerufen werden kann, stehen die Chancen gut, die Liga zu halten.“ meinte Teamkapitän Barbara Reisacher.

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