Wessobrunn bleibt wider Willen im Tourismusverband Pfaffenwinkel

Alle gegen Dinter

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Bis auf Weiters bleibt Wessobrunn Mitglied des Tourismusverbandes Pfaffenwinkel.

Wessobrunn/Region – Bei Versammlungen, wie der des Tourismusverbandes Pfaffenwinkel, kann es durchaus ab und an zu Unstimmigkeiten kommen.

Bei der letzten herrschte jedoch fast komplette Einstimmigkeit. Aber eben nur fast, denn besonders einer sah es anders: Wessobrunns Bürgermeister Helmut Dinter. Vor allem, was seinen erneuten Antrag zum Austritt von Wessobrunn aus dem Tourismusverband anbelangt, kamen er und die anderen Mitglieder des Verbandes nicht zusammen. Abgesehen von Dinter stimmten alle dagegen.

Werner Grünbauer, Bürgermeister in Pähl, stellte zudem den Antrag, dass so lange nicht mehr über den Austritt von Wessobrunn abgestimmt wird, bis sich die Sachlage geändert hat. „Ich bin es leid“, so Grünbauer.

Damit eine Gemeinde aus dem Verband austreten kann, muss dafür in der Verbandsversammlung eine Zweidrittelmehrheit erreicht werden. Wenn diese nicht vorliegt, gibt es die Möglichkeit, eine Kündigung aus wichtigem Grund vorzunehmen. Ob dieser wichtige Grund jedoch gegeben ist, entscheidet die Regierung von Oberbayern.

Im aktuellen Fall liegt diese Entscheidung zwar noch nicht vor, allerdings sah die Regierung diesen nicht bei der ersten Kündigung der Gemeinde. An der Sachlage habe sich bis jetzt nichts geändert, sagte Landrätin Andrea Jochner-Weiß.

Als Gund für den Austritt Wessobrunns wird im Kündigungsschreiben der Gemeinde unter anderem genannt, dass der Gemeinderat sich damals nicht darüber bewusst war, dass ein Austritt/eine Kündigung fast unmöglich ist. Zudem verfolge der Tourismusverband ausschließlich ein Konzept für den Massentourismus, wie es in dem Schreiben heißt. Besonders deutlich würde dies durch die Veröffentlichung der Verbandsjahresberichte. Dort würde fast ausschließlich auf die Gästeankunfts- und Übernachtungszahlen sowie die Verbleibdauer der Besucher Bezug genommen werden. 

Von Sofia Wiethaler

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