Triumph des Favoriten beim "12h-MTB Rennen"

Rund 2500 Kalorien verbraucht ein Durchschnittsbürger pro Tag. Ein Vielfaches davon verbrannten dagegen die Teilnehmer beim 12-Stunden Mountainbikerennen rund um das Weilheimer Gögerl. „Es waren wohl so um die 13000 Kalorien“, meinte Michael Kalivoda, der wie in den beiden Jahren davor den Marathonbewerb der Einzelfahrer gewann. Der Weltmeister im 24-Stunden Rennen aus Garmisch-Partenkirchen umrundete die etwa sechs Kilometer lange Strecke mit ihren rund 110 Höhenmetern erneut 42 Mal und verwies damit die Konkurrenz in die Schranken.

Er war nicht der Einzige der bei der dritten Auflage des Rennens seinen zwei bisherigen Siegen einen dritten hinzufügte. Auch im Zweierbewerb waren die Lokalmatadoren Jürgen Kreibich und Rupert Palmberger eine Klasse für sich. Der Peißenberger und der Oberhauser dominierten den Zweierbewerb deutlich. Das Duo sammelte am Ende 49 Runden und damit zwei mehr als seine Konkurrenz. Sieg Nummer drei holten sich im Viererbewerb der Damen zudem die „Vollgaspuppen aus Altenstadt“. Der Rennauftakt ging bei Kalivoda zunächst daneben. Beim „Le Mans“-Start, bei dem die Teilneh-mer zu ihren bereit gestellten Rädern laufen mussten, hatte er Probleme mit seinem Transponder. Das Übertragungsgerät, das die Runden zählt, ging verloren. Der Favorit radelte dem Feld auf der anspruchsvollen Strecke, die anfangs noch etwas rutschig war, erst einmal hinterher. „Ich bin es trotzdem nicht zu schnell angegangen“, erklärte Kalivoda nach seinem Malheur. In der Folge lieferte er sich mit Christoph Köck, „Multicycle“, ein Kopf an Kopf Rennen. Bis weit über die Halbzeit der Renndistanz lagen beide eng beisammen. Probleme mit den Magen zwangen Köck dann aber zu einer Pause. Kalivoda drehte hingegen konstant seine Runden. Am Ende verwies er Christian Strebl, „Mountain Rider“, und Herbert Deutschländer, „Ghost Racing Team“, auf die Plätze. Köck landete auf Rang vier bei den 28 Einzelstartern. Auch Kreibich und Palmberger hatten in der Mitte des Rennens ihre Probleme. Das Duo, das zu Beginn die Konkurrenz mit zwei schnellen Umrundungen schockte, für die sie keine 14 Minuten brauchten, verlor dabei etwas von seinem Vorsprung. Zwischendurch lagen beide sogar an der Spitze der Gesamtwertung, noch vor den Vierer-teams. „Ein paar Runden bei uns ging es schwer. Wir erholten uns dann bei den Pausen aber wieder gut“, berichtete das Duo, das seine Taktik, zu Beginn nur eine Runde und anschließend stets zwei am Stück zu fahren, bis zum Schluss beibehielt. Überaus spannend ging es im Viererbewerb zu. Vier Mannschaften lieferten sich einen engen Kampf. Das „Team Alptraum“ aus Oberstdorf erwies sich letztlich als schnellstes Quartett. Beim Mixed-Bewerb hatte ebenfalls eine Mannschaft vom „Team Alptraum“ die Nase vorne. Gleich als doppelte Sieger durften sich im Sechserteam, die Spenden sammelnden Ärzte vom Orthopädischen Fachzentrum fühlen. Dr. Flock und seine Truppe kamen auf 36 Runden und lagen damit vor dem einzigen Konkurrenzteam. Nebenbei sammelten sie 1500 Euro für den Hospizverein Polling. Ein zufriedenes Fazit zog auch Organisator Johannes Dornhofer: „Das Rennen hatte hohes sportliches Niveau und über den Tag verteilt waren fast 2000 Zuschauer da“. Diese bekamen bei strahlendem Sonnenschein nicht nur schnelle Radler zu sehen. Im Rahmenprogramm begeisterte neben der Trialshow, bei der eine Radlertruppe aus Kiefersfelden ihre Kunststücke an einem Auto vorführte, vor allem der Kidscup. Zwanzig Knirpse lieferten sich dabei mit ihren Laufrädern auf einem kurzen Rundkurs ein spannendes Rennen. Ganz so viele Kalorien wie die Großen verbrannten sie dabei jedoch nicht.

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