Trotz Sparzwang große Projekte – Penzing muss den Gürtel enger schnallen

Die energetische Sanierung der Schule, Umbau und Sanierung des Rathauses sowie eine Verbesserung des Hochwasserschutzes – das sind die wichtigsten Projekte der Gemeinde Penzing in den kommenden Jahren. Im übrigen stehen Schuldenabbau und Haushaltskonsolidierung im Vordergrund, erklärte Bürgermeister Johannes Erhard jüngst auf der gut besuchten Bürgerversammlung im Gasthaus Frank.

Der Schuldenstand geht seit Jahren kontinuierlich zurück, liegt aber mit 5,5 Millionen oder 1540 Euro pro Kopf noch immer deutlich über dem Landkreisdurchschnitt von 789 Euro. Somit ist Sparen das Gebot der Stunde. „Sanierungsarbeiten an öffentlichen Gebäuden und dringende Straßenbauarbeiten sind unsere Aufgaben für die nächsten Jahre, aber wir können nicht mehr Geld ausgeben als der Haushalt hergibt“, betonte Erhard. Auch könne sich die Gemeinde der allgemeinen Ko­sten­entwicklung nicht entziehen. Man werde deshalb im kommenden Jahr alle Gebühren und Beiträge einschließlich der Grundsteuer A überprüfen müs­sen, kündigte Erhard an. Im Zuge der energetischen Sanierung des Rathauses findet auch ein Umbau statt. Der Sitzungssaal wird aus dem ersten Stock ins Dachgeschoss verlegt, wo außerdem ein zusätzliches Besprechungszimmer und ein Trauzimmer entstehen, berichtete Erhard. Die Neugestaltung der Räume werde eine Verbesserung der Verwaltungsarbeit zur Folge haben. Für die Sanierung des Schul­ge­bäudes erhält die Gemeinde rund 370000 Euro aus dem Konjunkturpaket II, was den größten Teil der auf 420000 Euro geschätzten Kosten abdeckt. Im Zuge der Arbeiten werde mit fünf zusätzlichen Rauchschutztüren auch der Brandschutz verbessert. Sorgen bereiten dem Gemeindeoberhaupt die sinkenden Schülerzahlen. Derzeit werden noch 183 Kinder in acht Klassen unterrichtet, prognostiziert ist ein weiterer Rückgang auf 145. Erst wenn der Geburts­jahrgang 2008 ins Schulalter kommt, sei eine vorübergehende Besserung in Sicht. Zum aktuellen Thema der Trägerschaft für den katholischen Kindergarten St. Martin wollte der Bürgermeister sich mit Hinweis auf das schwebende Verfahren nicht äußern. Nur so viel: „Die Gemeinde steht zu ihren Verträgen mit der Kirche.“ Hintergrund: Nachdem einer Umfrage zufolge die Mehrheit der Eltern die weitere Trägerschaft der Kirche ablehnt, diskutiert diese die Situation derzeit in ihren Gremien. Frühestens 2021 Als Vertreter des Lufttransportgeschwaders 61 gab Kommodore Oberst Ludger Bette einen Überblick über die Situation am Fliegerhorst. Der Betrieb liege derzeit bei rund 19000 Flugbewegungen im Jahr und werde sich auf diesem Niveau ein­- pendeln, so Bette. Von Penzing aus starten Flüge auf den Balkan und nach Afghanistan sowie eine steigende Anzahl von Hubschraubereinsätzen für den zivilen Rettungsdienst. Außerdem werden hier Hubschrauberpiloten der Bundeswehr ausgebildet. Mit der zuletzt für 2018 angekündigten Schließung des Fliegerhorstes werde nun frühestens im Jahr 2021 gerechnet.

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