Neustart bei der Bundeswehr

Familienvater auf Truppenbesuch in Werdenfelser Kaserne

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Im Gespräch mit Feldwebel Katharina Weber erfährt Thomas Rösner, wie das abhörsichere Funksprechsystem Tetrapol funktioniert.

Murnau – Vor allem im IT-Sektor fehlt es der Bundeswehr an Fachkräften, die Nachwuchsgewinnung ist wichtig. Da ist es nicht ungewöhnlich, dass das Informationstechnikbataillon (ITBtl) 293 mit Truppenbesuchen IT-Interessierte für sich begeistern möchte.

Anfang September machten sich 16 Teilnehmer selbst ein Bild von Bundeswehr und IT. Thomas Rösner ist eher ein ungewöhnlicher Teilnehmer des Truppenbesuchs in der Werdenfelser Kaserne. Der verheiratete Vater von achtjährigen Zwillingen ist 46 Jahre alt. Seine Motivation? „Zurück zur Bundeswehr war schon immer mein Traum!“ Rösner ist hier kein Neuling. Von 1997 bis 2001 diente er beim Luftwaffenversorgungsregiment 1 in Erding. Wegen Umstrukturierungen und Neuausrichtung der Bundeswehr endete seine vierjährige Dienstzeit 2001, Rösner wurde Reservist: „Eigentlich wollte ich gar nicht ausscheiden, aber als ich dann doch eine Zusage von der Bundeswehr bekam, hatte ich mich beruflich schon neu orientiert.“ Lange hat es gedauert und auch die zusätzliche Motivation der Kameraden des Reservistenverbands brachten Rösner dazu, einen Neustart zu wagen. Als gelernter Systemadministrator arbeitet er derzeit in einem Versicherungsbüro als IT-Verantwortlicher. „Die Bundeswehrzeit hat mich geprägt und immer auf meinem weiteren Lebensweg begleitet“, so Rösner.

Zufällig entdeckte er einen Flyer des ITBtl 293 und rief im Bataillon an. Der Truppenbesuch soll ihm das Bataillon und die modernen IT-Systeme der Bundeswehr näherbringen. Ein Ausflug in die Vergangenheit für Rösner: Jeder Teilnehmer wird in eine Uniform gekleidet und langsam an die Gepflogenheiten des militärischen Lebens herangeführt. Gemeinschaftsunterkunft, Kantinenessen, Einweisung in Ausrüstung, Sportausbildung und viele andere Gegebenheiten eines Soldaten. Doch hauptsächlich wird den Teilnehmenden Einblick in die Fähigkeiten, Berufsbilder und -möglichkeiten des IT-Bataillons 293 gegeben. Neben einer statischen Truppschau erfahren sie mehr über die besonderen Herausforderungen des Auslandseinsatzes und welche Aufgaben auf sie zukommen können.

Fazit des Besuchs? „Sehr interessant und man sieht, dass sich viel geändert hat. Die Technik ist im Allgemeinen schnelllebig, aber modern ist die Bundeswehr geworden“, so Rösner, der sich eine weitere Verwendung in Murnau vorstellen kann.

Von Kreisbote

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