Weilheimer wollen‘s wissen

Circa 800 Besucher verfolgen in der Stadthalle Sondersitzung zur Entlastungsstraße

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In der Stadthalle blieb kein Platz mehr frei. „Schön, dass Sie so zahlreich gekommen sind“, begrüßte Bürgermeister Markus Loth (am Rednerpult) die Besucher. Auf die Vorträge und Wortmeldungen der Stadträte reagierten viele mit Applaus. An anderer Stelle ging ein Raunen oder Gelächter durch den Saal.

Weilheim – Zu Fuß, radelnd und mit dem Pkw bewegten sich am Montagabend die Weilheimer zahlreich in Richtung Stadthalle. Zu einem kulturellen Ereignis? Weit gefehlt. Ab 19 Uhr berichtete dort das Staatliche Bauamt Weilheim über den aktuellen Planungsstand zur Entlastungsstraße. Die öffentliche Sondersitzung des Stadtrates geriet zu einer Großveranstaltung.

„Nun sind wir zum dritten Mal im Stadtrat. So eine Kulisse gab es noch nie“, wandte sich Bauamtsleiter Uwe Fritsch an das Pub-

likum, nachdem Bürgermeister Markus Loth in seinem Überblick festgestellt hatte, dass das Thema Ortsumfahrung die Stadt seit etwa 60 Jahren begleitet. Bereits am Vormittag hatten sich Vertreter von Bauamt, Stadt, Bürgerinitiativen, lokaler Agenda 21, Wirtschaftsverbänden und Stadtratsfraktionen zum „Jour fixe“ im Rathaus getroffen.

Das vom Bund mit der Planung beauftragte Staatliche Bauamt Weilheim hat zwischenzeitlich Ingenieurleistungen für über 500 000 Euro in Auftrag gegeben. Dies sei notwendig, um belastbare Daten für die Diskussion und Rechtssicherheit zu erhalten. „Die Trassen müssen nach allen Belangen untersucht und ergebnisoffen verglichen werden. Ein sehr aufwendiger Prozess“, beschrieb Fritsch das Prozedere.

Von ursprünglich neun Hauptvarianten mit zahlreichen Untervarianten sollen nun fünf weiter verfolgt werden. Das Bauamt legt sich laut Fritsch nicht auf eine Vorzugstrasse fest. Der Amtschef widersprach der öfters gehörten These, dass die Einstellung der Stadt keinen Einfluss auf die Entscheidung des Baulastträgers nehme: „Der Bund realisiert kein Projekt gegen den erklärten Willen der Kommune.“ Die Stadt müsse sich intensiv um die Meinungsbildung kümmern und sich für eine machbare Trassenvariante aussprechen.

Ein ausführlicher Bericht folgt am Samstag. 

Von Maria Hofstetter 

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