"Umweltpakt" wächst – Drei Jungunternehmer haben sich für die Aufnahme qualifiziert

Möglichst viele Unternehmen zum freiwilligen betrieblichen Umweltschutz motivieren soll der „Umweltpakt Bayern“. 69 Firmen aus dem Landkreis beteiligen sich inzwischen daran. Vergangenen Donnerstag nahmen im Weilheimer Landratsamt drei weitere Teilnehmer ihre Urkunden in Empfang.

Sylvia Baumgartners Traumberuf war ursprünglich Krankenschwester. Doch nach einer Schnupperlehre ließ sie sich zum Kaminkehrer ausbilden und hat dies nicht bereut. Als Bezirkskaminkehrermeisterin überprüft die Weilheimerin heute im Kehrbezirk Feldafing die Betriebs- und Brandsicherheit von Feuerungsanlagen. Wie Baumgartner, die im Sommer „gern mit dem Radl unterwegs“ ist, achten ihre Berufskollegen Peter Gast und Markus Lindner bei der Arbeit akribisch auf den Umweltschutz. „Wir schauen beim Kunden, ob der Speicher isoliert und die Heizungsanlage richtig dimensioniert ist“, berichtete Gast. Seine Urkunde holte der Peißenberger in Koller (Oberhemd), Kehrhose und Zylinder ab. Für solche Anlässe, verriet er, habe er eine zweite Garnitur Berufsbekleidung im Schrank. Markus Lindner aus Eberfing hat sich noch zum Energieberater schulen lassen und ist berechtigt, Energiepässe auszustellen. „Zur qualifizierten freiwilligen Umweltleistung verpflichtet“, steht auf der Urkunde, welche die drei Jungunternehmer von Landrat Dr. Friedrich Zeller überreicht bekamen. Und es sollen mehr Betriebe ihrem Beispiel folgen, wie die Leiterin der Stabsstelle Wirtschaftsförderung im Landratsamt, Justina Eibl, betonte. Je nach Betrieb gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich für eine Aufnahme in den „Umweltpakt“ zu qualifizieren, von der einfachen Beratung bis zum zeitaufwändigen Zertifizierungsverfahren. Mehr Infos im Landratsamt unter Tel. 0881/681-1276. Monopol gefallen Mit der von der EU-Kommission in Brüssel angemahnten Neuordnung des Schornsteinfegerhandwerks wurde deren Monopolstellung zu Fall gebracht. Bisher hatten die Bezirksschornsteinfeger einen festen Arbeitsbezirk, in dem keine Konkurrenz zugelassen war. Die Kehrbezirke werden jetzt europaweit ausgeschrieben und auf sieben Jahre vergeben. Ab 2013 können die Kunden ih-ren Kaminkehrer für bestimmte Leistungen frei wählen. Umweltpakt Bayern Diese zwischen bayerischer Staatsregierung und bayerischer Wirtschaft getroffene Vereinbarung gibt es seit 1995. Sie beruht auf den Säulen „Freiwilligkeit, Eigenverantwortlichkeit und Kooperation“ und ist branchenübergreifend gültig. Neben dem betrieblichen Umweltschutz wird von den Teilnehmern ressourcenschonendes Arbeiten gefordert. Bei erfolgreicher Teilnahme darf das Unterneh- men mit dem Logo „Umweltpakt Bayern“ werben. Auf Grund seines Erfolges wurde der Umweltpakt drei Mal verlängert.

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