Unermüdlich und unbequem – 30 Jahre Offene Behindertenarbeit: Kein einfacher Verhandlungspartner

Im Jahr 1980 wurde in Weilheim die erste offene Kontaktstelle für Behinderte eingerichtet. Seither wurde das Angebot von Hilfen, Anlaufstellen und Möglichkeiten, Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft einzubinden stetig ausgebaut. Mit einer feierlichen Veranstaltung im Weilheimer Stadttheater wurden nun 30 Jahre Offene Behindertenarbeit (OBA) im Landkreis gefeiert.

„Der Beirat für Menschen mit Behinderung, der 1993 gegründet wurde und seitdem von Peter Pabst geleitet wird, hat nie aufgegeben und war stets hartnäckig und oft auch unbequem, wenn es darum ging, sich für die Belange behinderter Mitbürger im Landkreis einzusetzen“, resümierte die Geschäftsführerin des Caritasverbandes für den Landkreis Weilheim-Schongau, Monika Funk. 350 Betroffene unterstützt die OBA im Landkreis, sei es bei organisatorischen Dingen, wie Wohnung, Beruf oder Mobilität, oder bei der Freizeitgestaltung und der Herstellung und Aufrechterhaltung sozialer Kontakte, häusliche Versorgung, Schulbegleitung. Auch als behinderter Mensch ein Leben in der vertrauten Umgebug und im gewohnten sozialen Umfeld führen zu können ist durch die häusliche Versorgung möglich durch Helfer des familienunterstützenden Dienstes der OBA möglich. „Die UN-Konvention vom 26. März 2009 fordert nicht mehr Integration sondern Inklusion behinderter Menschen fordert eine barrierefreie Infrastruktur und Bedingungen für gleiche Teilhabe an der Gesellschaft für alle“, erklärte die Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Irmgard Badura. Die örtliche Teilhabeplanung steht für einen lernorientierten und partizipativen Prozess, in dem sich unter politischer Federführung der Kommunen die örtlich relevanten Akteure auf den Weg machen, die Zielsetzungen eines ‚inklusiven Gemeinwesens‘ unter den Bedingungen ihrer spezifischen Örtlichkeit zu verwirklichen. Dieser Planungsansatz hat für die Entwicklung der kommunalen Politik grundlegende Bedeutung. „Die OBA trägt dazu bei, den Interessen der Betroffenen in der Gesellschaft mehr Gewicht zu verleihen und Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen“, lobte Winfried Mück, Verwaltungsdirektor des Landescaritasverbandes die Arbeit der, zu einem großen Teil ehrenamtlichen, Helfer und Mitarbeiter der OBA.

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